

SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH
17. Oktober 2005
SWU-Fakten: Die Energiepreise steigen - Energiesparen ist die einzige Alternative
SWU-Informationskampagne Folge 22
Die Energiepreise steigen – nicht nur in Ulm und Neu-Ulm, sondern überall in Deutschland und weltweit. Diese Tendenz wird sich im Jahr 2006 fortsetzen. Diese Preiserhöhungen werden nicht hier vor Ort verursacht, sondern sind von einer ganzen Reihe von Faktoren bestimmt. Dazu gehört in erster Linie der Ölpreis. Und die weltweit steigende Nachfrage nach diesem Rohstoff, der für die Entwicklung einer Volkswirtschaft, gleich wo auf der Welt, nicht wegzudenken ist. Hier vor Ort bleibt das Energiesparen die einzige Alternative, dem Preisanstieg etwas entgegenzusetzen.
Energiesparen: Eine gute Möglichkeit, die Kosten zu senken
Der sparsame und vernünftige Umgang mit Energie ist grundsätzlich eine Möglichkeit, etwas bei den Energiekosten zu bewegen. Zudem schont Energiesparen nicht nur unseren Geldbeutel, sondern auch die Ressourcen aller Energieträger und besonders die Umwelt.
Die Energieberatung der SWU Energie unterstützt Sie bei Ihrem Ziel, Energie zu sparen. Das fünfköpfige Energieberatungsteam bietet fundierte und herstellerunabhängige Beratung in allen wichtigen Bereichen: Heizung, Warmwasserbereitung, erneuerbare Energien, Wärmedämmung und Elektrogeräte. Und selbstverständlich beantworten die Experten alle Fragen rund um das Trinkwasser.
Warum die Energiepreise steigen: Das Beispiel Erdgas
Die Anfänge der Erdgasnutzung, etwa zum Heizen, liegen noch nicht lange zurück. Erst seit Anfang der 70er Jahre wird Erdgas auch in Ulm und Neu-Ulm in größerem Maßstab für Heizzwecke eingesetzt (siehe auch SWU-Fakten „Immer unter Druck: Erdgas ist sauber und sicher“). Von Beginn an stand Gas in einem scharfen Wettbewerb zum Heizöl. Da damals aber niemand wusste, ob sich das Erdgas gegen das Erdöl behaupten würde, kam man überein, den Gaspreis an die Preisentwicklung des Erdöls zu koppeln und den Gaspreis jeweils mit einer halbjährlichen Verzögerung an den Ölpreis anzupassen.
Das war auch für die Investoren wichtig, die neue Leitungsnetze bauen mussten. Auf der einen Seite verhinderte man damit, dass sich die Produzenten von Erdgas untereinander Konkurrenz machen. Auf der anderen Seite hatte das aber regelmäßig die Folge, dass die Gaspreise bei sinkenden Ölpreisen ebenfalls gesunken sind, die Produzenten also nicht ihre Marktmacht nutzen konnten, um die Preise künstlich hochzuhalten. Eine Gefahr, die nicht von der Hand zu weisen ist. Denn die Zahl der Erdgaslieferanten ist überschaubar: Deutschland importiert sein Erdgas zu mehr als 75 Prozent aus nur drei Ländern: aus Russland, Norwegen und den Niederlanden. Die Ölpreisbindung wirkt also in beide Richtungen: Sinkt der Ölpreis, trifft es die Erdgasproduzenten, steigt er –, wie das in den vergangenen Monaten durchweg der Fall war – trifft es den Verbraucher.
Auch ohne Preisbindung: Öl und Erdgas beeinflussen sich
Die Ölpreisbindung ist nicht gesetzlich festgeschrieben. Sie ist vielmehr ein fester Vertragsbestandteil der langjährigen Lieferverträge zwischen den ausländischen Produzenten und den deutschen Importeuren. Deswegen werden die Energiepreise mit sehr großer Wahrscheinlichkeit weiter steigen. Das gilt übrigens selbst für den Fall der Abschaffung der Ölpreisbindung. Denn auch in anderen Ländern ohne diese Bindung, wie etwa in Großbritannien, folgt der Gaspreis dem Ölpreis, da beide Produkte direkt miteinander im Wettbewerb stehen. Die Preisschwankungen fallen in Großbritannien sogar noch deutlicher aus, da sie nicht wie in Deutschland durch die halbjährliche Verzögerung geglättet werden.
Auch Strom wird teurer
Nicht nur Öl und Erdgas stehen in einer festen Beziehung zueinander. Die Preissteigerungen bei diesen Energieträgern beeinflussen auch die Preise für Wärme und Strom. Kohle ist keine Alternative, denn die Kohlepreise steigen derzeit ebenfalls stark an, bedingt durch den weltweit steigenden Energiebedarf. Auch die erneuerbaren Energien, die in Deutschland in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen haben, tragen zum Preisanstieg bei. Denn Strom aus Wind oder Sonne ist zwar umweltfreundlich, doch keineswegs billig. Im Gegenteil: Er muss durch gesetzliche Abgaben wie etwa die EEG-Abgabe (Erneuerbare-Energien-Gesetz) subventioniert werden, um überhaupt konkurrenzfähig angeboten werden zu können. Diese Subventionen verteuern den Strom zusätzlich. Und der vergleichsweise günstige Strom aus Wasserkraft kann nur etwa vier Prozent des Bedarfes decken.
Mit Hilfe der neuen Bundesnetzagentur will der Gesetzgeber den Preiserhöhungen bei Strom und Erdgas entgegensteuern, durch stärkere Kontrolle der Netznutzungskosten. Also der Kosten, die für die „Durchleitung“ von Strom und Gas durch Netze wie die der SWU Energie entstehen und die an die Stromlieferanten weiterberechnet werden. Doch ein weltweiter Trend, wie wir ihn derzeit nicht nur bei den Energiepreisen, sondern beispielsweise auch beim Stahl erleben, lässt sich durch derartige Maßnahmen allenfalls bremsen, aber nicht aufhalten.
SWU-Energiespar-Fakten – Kompetenz in Sachen Energie
Am Energiesparen führt kein Weg vorbei. Doch womit soll man anfangen? Schließlich gibt es eine Vielfalt von Möglichkeiten, und es ist schwer nachzuvollziehen, welche Maßnahmen etwas bringen. Die SWU Energieberatung hilft – kompetent und individuell. Der Kunde erhält ganz konkrete Antworten auf die Frage, was die Investitionen in Sparmaßnahmen kosten und wie sich das für den Kunden auszahlt. Am konkreten Beispiel durchleuchten die SWU Experten die möglichen Alternativen und sagen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche nicht. Wie die SWU-Fakten erscheinen die neuen SWU-Energiespar-Fakten in den kommenden Monaten regelmäßig. Sie enthalten das ganze Know-how und die gesamte Erfahrung der SWU-Energiespar-Experten in übersichtlicher und handlicher Form.
Die SWU-Energieberatung: Wir kommen auch ins Haus
Energiespartipps gibt es viele, aber keine Patentrezepte. Denn jedes Haus und jede Wohnung sieht anders aus. Was im einen Fall sinnvoll ist, bringt im anderen Fall nur wenig. Die Energieberatung der SWU bietet deswegen nicht nur allgemeine Tipps und Hilfen, sondern kommt auch ins Haus, um individuell zu klären, wie man am besten sparen kann. Solche individuellen Beratungen können natürlich nicht immer kostenlos angeboten werden, sind aber ihr Geld wert. Denn mit Energie kennt sich die SWU aus.
Neben der individuellen Beratung bieten die Fachleute der Energieberatung aber auch Antworten auf ganz alltägliche Fragen, egal ob es um den Einbau einer neuen Heizung, die Anbringung einer Wärmedämmung oder den Einsatz von Energiesparlampen geht. Dazu kommen Ratschläge zur energieeffizienten Verwendung von Haushaltgeräten oder zum Umstieg auf alternative Energiequellen, beispielsweise auf Photovoltaik oder Wärmepumpen. Die Energieberater begleiten Sie als Verbraucher zudem bei der Beantragung von Geldern aus Förderprogrammen, mit denen zum Beispiel Vorhaben zur Wärmedämmung bezuschusst werden.
Ihr direkter Draht zur Energieberatung:
07 31 / 1 66 - 15 99
Die Energieberatung der SWU ist von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und am Freitag von 7 bis 12 Uhr im Foyer des SWU Hauptgebäudes in Ulm, Karlstraße 1, für Sie da.
Autor: Uwe Pagel