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SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH

10. Oktober 2005

SWU-Fakten: Das Team für alle Fälle: Der SWU-Störungsdienst in Bereitschaft

SWU-Informationskampagne Folge 21

Sie sind das Team für den Fall der Fälle: Die 30 Mitarbeiter des Störungsdienstes der SWU Energie stehen rund um die Uhr bereit und greifen sofort ein, wenn es nötig wird – ganz gleich, ob es sich um einen Stromausfall, einen Wasserrohrbruch oder ein Gasleck handelt. Ob Ingenieur, Rohrnetzmonteur, Elektriker, Schweißer, Bauhelfer oder Baggerführer: Die Einsatzgruppe ist in permanenter Rufbereitschaft. Sobald ein Störfall im Netz auftritt, rücken die mobilen Mitarbeiter aus und stellen die Versorgung der betroffenen Kunden wieder her.


Zentrales Störfallmanagement für Strom, Gas, Wasser und Wärme

Die meisten Störfälle werden innerhalb von Minuten erkannt. Entweder durch einen Alarm in der Netzleitstelle im SWU-Haus oder durch den Anruf von Kunden, bei denen die Versorgung mit Strom, Erdgas, Trinkwasser oder Fernwärme ausgefallen ist. Mit der Meldung startet ein minutiös geplanter Ablauf, bei dem zunächst der Ort der Störung lokalisiert wird. Danach machen sich die Kollegen vom Störungsdienst unverzüglich auf den Weg, um den Fall zu untersuchen und zu beheben.


Versorgungslücken werden umgehend behoben

Wird beispielsweise eine Stromleitung beschädigt, so schaltet sich der Leistungsschalter imnächstgelegenen Umspannwerk automatisch aus und das betroffene Teilstück geht vom Netz. Vor Ort angekommen, sorgt der Mitarbeiter vom Störungsdienst zunächst dafür, dass die betroffenen Kunden wieder mit Strom versorgt werden. Teile des Stromnetzes sind in so genannten Ringleitungen – quasi wie in einem Kreisverkehr – angelegt. Deshalb genügt es innerhalb des Ringleitungs-Systems in der Regel, einfach umzuschalten und die Kunden von der anderen Seite aus zu versorgen. Dies geschieht entweder manuell vor Ort oder per Fernwirk- Technik von der Netzleitstelle aus. Im Normalfall ist die Versorgung innerhalb einer Stunde nach der Störungsmeldung wieder hergestellt. Dieser Zeitraum hängt selbstverständlich davon ab, wie weit der Anfahrtsweg bis zur betreffenden Stelle ist. Um die Wegstrecken für den Störungsdienst im Rahmen zu halten, ist ein Teil der weit verzweigten Netz-Infrastruktur in mehrere Zuständigkeitsbereiche eingeteilt. Im Normalfall benötigt der Störungsdienst jedoch nicht länger als 30 bis 45 Minuten, um am Ort der Störung einzutreffen.


Mobiler Reparaturdienst

Sobald die Verbraucher über einen alternativen Weg versorgt sind, beseitigt der Mitarbeiter vom Störungsdienst den Schaden selbst oder benachrichtigt seine für die Reparatur zuständigen Kollegen. Für Störungen, die sich auf Haushaltsebene ereignen, steht für die Bereiche Erdgas, Trinkwasser und Strom jeweils ein Monteur bereit. Aufwändiger sind Reparaturen an größeren Anlagen oder Hauptleitungen, beispielsweise an Strom-Anlagen im Mittelspannungsnetz oder in Wasserkraftwerken. Aus Sicherheitsgründen müssen hier jeweils mindestens zwei Mitarbeiter an der Reparatur beteiligt sein. Die mobilen Mitarbeiter sind über Handy oder Funk erreichbar und zum Teil mit einem Laptop ausgerüstet. Über herkömmliche oder digitale Schemenpläne und Karten können sie die genaue geografische Lage und die technischen Daten des betroffenen Bereichs ermitteln und die Reparatur durchführen. Bei Schäden in unterirdisch verlegten Leitungen muss die betreffende Stelle zunächst aufgegraben werden, das heißt: Bevor der Techniker den Schaden begutachten kann, ist zunächst einmal der Baggerführer gefordert, der die Stelle mit schwerem Gerät zugänglich macht – ein nicht unerheblicher Aufwand. Ist der Schaden untersucht und schließlich behoben, kann das betroffene Teilstück des Versorgungsnetzes wieder in Betrieb gehen und die Alternativ-Versorgung wird eingestellt.


Störungsmanagement im Rahmen des „Contracting“-Modells

Einen besonderen Service in punkto Störungsmanagement bietet das Geschäftsfeld Wärme- Dienstleistungen (WDL) der SWU Energie: Gewerbliche und kommunale Wärmeversorgungsanlagen, die im Rahmen des so genannten „Contracting“ von der SWU betreut werden, sind teilweise über eine Telefonleitung an die Netzleitstelle angebunden und werden bei auftretenden Störungen umgehend wieder instand gesetzt.


Texte für Info-Kästen:


Netzebenen und Störungsdienst

Die Netzinfrastruktur besteht aus einzelnen Netzebenen. Beispielsweise hat das Stromnetz eine Niederspannungs-, Mittelspannungs- und Hochspannungsebene. Die Reparatur einer Störung auf der Mittelspannungs-ebene muss nicht sofort erfolgen, da die Kunden aufgrund des Ringleitungssystems in der Regel rasch über einen alternativen Weg versorgt werden können. Anders sieht es auf der Niederspannungsebene aus: Diese Ebene betrifft die Leitung vom Verteilerschrank bis hin zum einzelnen Verbraucher und ist meist nicht im Ringsystem aufgebaut. Hier muss die schadhafte Stromleitung umgehend repariert werden, da eine Alternativ-Versorgung oft nicht möglich ist.


Netzinstandhaltung und Netzerneuerung

Damit die Zahl der Störfälle möglichst gering gehalten wird, sorgt die SWU Energie für die permanente Instandhaltung ihres Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmenetzes und erneuert kontinuierlich Teile der Infrastruktur. Die Wartungsund Erneuerungsmaßnahmen sind von großer Bedeutung. Denn beispielsweise verlaufen rund 95 Prozent aller Stromleitungen im Netzgebiet unterirdisch. Der Aufwand für die Störfall-Beseitigung ist entsprechend hoch - Vorsorge zahlt sich deswegen im wahrsten Sinne des Wortes aus.


Geringe Zahl von Störfällen

Die Zahl der Störfälle hält sich in den Versorgungsnetzen der SWU Energie in Grenzen. Im Gasnetz gab es im Jahr 2004 ganze 36 Störungen - durchweg kleinere Fälle, die rasch behoben wurden. Beim Stromnetz kommt es auf der Mittelspannungsebene jährlich zu rund 50 Stromausfällen, im Niederspannungsbereich sind es rund vier Mal so viele. Aufgrund des Ringleitungssystems werden die Kunden in der Mehrzahl der Fälle jedoch schon nach Sekunden oder Minuten wieder mit Strom versorgt und merken meist nicht einmal, dass der Strom ausgefallen war.


Autor: Bruno Lukas

Dateien:
SWU_SWU_Fakten_Stoerungsdienst.pdf - 49 KByte