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DACHS Informations- & Kommunikationstechnologie

17. März 2008

Portfoliomanagement leicht gemacht

Software für die effiziente Strombeschaffung

von Ralf Dunker


Erschienen in BWK 1/2 2008, Seite 10 (www.eBWK.de); eine PDF-Datei des Artikels im Zeitschriftenlayout finden Sie am Seitenende. Vervielfältigung und Nachdruck der PDF-Datei - auch auszugsweise - ist nicht gestattet.


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Im Auftrag von Industriekunden und Stadtwerken beschafft die EGL Deutschland GmbH, Leipzig, Strom und Gas. Seit einigen Monaten nutzt sie dabei die Portfoliomanagement-Lösung E-Risk Power der Dachs GmbH (www.dachs.de), Schwerin. Diese spezielle Lösung automatisiert viele Abläufe, vereinfacht die täglichen Aufgaben und gestattet nicht nur eine zielgerichtete, risikoarme Beschaffung, sondern erleichtert auch das Erkennen von Synergien. Die EGL-Kunden profitieren davon in Form klarer Preisvorteile.


EGL Deutschland ist eine Tochter der schweizerischen ElektrizitätsGesellschaft Laufenburg AG und wurde 2003 in Leipzig gegründet. Das Unternehmen hat sich auf das Portfoliomanagement und die Vermarktung von Energie für Stadtwerke und Industriebetriebe spezialisiert. Kunden profitieren vom Marktwissen und der Präsenz des Dienstleisters an allen europäischen Stromhandelsbörsen. Zu den Hauptaufgaben der EGL-Mitarbeiter gehört es, mit Hilfe der Kundenlastgänge geeignete Bedarfsprognosen zu erstellen und darauf basierend kostenoptimierte Energielieferungen zu sichern bzw. eventuelle überschüssige Mengen zu vermarkten. Dazu gehören neben der strategischen Beratung das Management der Portfolios und das Abwickeln der Handelsaktionen inklusive Bilanzkreismanagement und Abrechnung.


Maßgeschneidert durch Modulbauweise


Vor einigen Monaten erwarb EGL Deutschland für diese Aufgaben ein neues Werkzeug, das von zehn Mitarbeitern genutzt wird: E-Risk Power, eine Portfoliomanagement-Lösung für den Strommarkt, entwickelt von der Dachs GmbH, Schwerin. Bedingung für den Kauf der Lösung war unter anderem, dass sie mehrere Mandanten verwalten und abrechnen kann, mit Programmen wie dem bestehenden Prognosesystem kommuniziert und die Struktur sich den EGL-spezifischen Bedürfnissen anpassen ließ. Da diese Lösung bei vielen Anwendern mit Fremdsoftware kooperiert, waren diese Voraussetzungen gegeben.


E-Risk Power ist wie sein Schwesterprodukt E-Risk Gas modular aufgebaut. Um einen Kern mit den Grundfunktionen des Portfolio- und Risikomanagements sind Softwaremodule gruppiert, aus denen Anwender sich für ihre Aufgabenstellung die geeigneten heraussuchen können. Bei EGL Deutschland sind neben Modulen für das Fahrplan- und Bilanzkreismanagement sowie zur Risikoanalyse und -bewertung ein Hourly Price Forward Curve Builder, ein Tool zur schnellen Chart-Analyse, ein OTC-Trading-Desktop, ein Pricing-Server, ein EEX-Börsenmanager, ein Modul für die Abrechnung sowie der Applikations- und Kommunikationsserver im Einsatz.


Routineaufgaben laufen automatisiert im Hintergrund ab


Die Automatismen des Applikationsservers sorgen dafür, dass zum Beispiel der Import von Prognosedaten und aktuellen EEX- sowie Regelenergiepreisen regelmäßig und ohne manuelle Eingriffe ablaufen. Als wesentliche Hilfestellung empfinden die Mitarbeiter auch die Funktionen des Fahrplan- und Bilanzkreismanagements. Erik Wolf, der als Leiter der Abteilung IT und Datenmanagement bei EGL Deutschland das Projekt begleitete, misst besonders dem fehlerfreien, automatisierten Erstellen der Fahrpläne und ihrem pünktlichen Versand hohe Bedeutung bei.


Welche Aufgaben wann automatisch abzuarbeiten sind und wie der Datenaustausch stattfindet, konnten die EGL-Mitarbeiter bei der Implementierung des Systems im Applikationsserver selber vorgeben. Heute können sie sich daher vollständig darauf konzentrieren, die Kundenportfolios zu optimieren. Zum Beispiel können sie den Bedarf einzelner Werke eines Kunden aus verschiedenen Regelzonen in einem einzigen Portfolio verdichten. „Dank der übersichtlichen Darstellung in E-Risk Power lässt sich leicht erkennen, ob ein Portfolio long oder short ist und wo Handlungsbedarf besteht“, sagt Wolf. Der Bediener sieht zum Beispiel auf einen Blick, ob ein Kauf oder Verkauf einzelner Stundenblöcke ansteht oder ob die Beschaffung mittel- und langfristig optimiert werden muss.


Gemeinsame Beschaffung, getrennte Berechnung


Für den Kauf von Strommengen am Spotmarkt lassen sich auf der Handelsebene Portfolios mehrerer Kunden verdichten, so dass sich einzelne Über- und Unterdeckungen oft ausgleichen. Nun hilft der Exchange Manager, indem er Börsengebote zu einem einzigen Gebot zusammenführt. Das gestattet das Ausschöpfen von Synergiepotenzialen und mindert zugleich die börsenbedingten Transaktionskosten. Das IT-Werkzeug ist außerdem in der Lage, die Kosten der im Bündel beschafften Strommengen (Spotmarkt, Regelenergie) verursachergerecht wieder auf die Kundenportfolios zu verteilen und mandantenweise abzurechnen.


Rückblicke und Reports mit wenigen Klicks erstellt


Für die Leipziger EGL-Mitarbeiter ist es auch leichter als früher, mit ihren Schweizer Kollegen zu kommunizieren. Die Reporting-Funktionen der Software ermöglichen ein einfaches Erstellen von Übersichten. Außerdem stellt die Software von Haus aus Funktionen bereit, um übersichtliche Standardberichte zu erzeugen und Statistiken anzufertigen. „Neben den äußerst zuverlässigen Automatismen und der intuitiven Bedienung von E-Risk hat mich vor allem die Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit der Datenbank beeindruckt“, lobt Wolf: „In dieser Hinsicht ist E-Risk anderen mir bekannten Lösungen überlegen.“ Die gewonnene Zeit und die Übersichtlichkeit, die das neue Tool mit sich bringe, sei ein weiteres Plus. Wolf: „Dank des Portfoliomanagements können wir spontaner und viel sicherer agieren als früher. Unsere Kunden profitieren davon ebenfalls: in Form niedriger Beschaffungskosten.“


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