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Tally Computerdrucker GmbH

10. Dezember 2002

Elchingen

Mit Druck gegen Schweizer Verkehrssünder

Tally-Zeilendrucker sorgt für akkurate Bußgeldbescheide

Die Schweizer sind nicht nur berühmt für leckere Schokolade oder

hochwertige Uhren, sondern auch für ihre Präzision. Zum Leidwesen

vieler Falschparker oder Schwarzfahrer in Schweizer Busbetrieben

betrifft diese auch die so genannten „Ordnungsbussen-Zettel“, zu

Deutsch Bußgeldbescheide, mit denen die jeweilige

Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Ein Spezialist für den Druck dieser

Formulare ist die Druckerei allprint ag, Wattwil, in der idyllischen

Ostschweiz. Zahlreiche Kantone und Gemeinden aus der ganzen

Schweiz, wie zum Beispiel Zürich oder Winterthur, gehören zu den

Kunden für diese spezielle Anwendung. Seit April dieses Jahres

gehört zur Ausstattung von allprint auch ein Zeilendrucker T6100 der

deutschen Tally Computerdrucker GmbH, mit dem die einzelnen

Formulare im Endlosdruck ganz akkurat mit der entsprechenden

Bearbeitungsnummer bedruckt werden. Strenge Vorgaben der

Schweizer Post machen es erforderlich, dass diese Nummer in der

maschinenlesbaren OCR-B-Schrift auf dem anhängenden

Einzahlungsbeleg exakt an einer ganz bestimmten Position, im

richtigen Winkel und zudem noch gut lesbar gedruckt sein muss. Für

den T6100 normalerweise kein Problem, doch es gab eine ganz

spezielle Herausforderung: das Endlosformular besteht auf der linken

Seite oft aus bis zu vier Durchschlägen, die rechte Seite jedoch

zumeist nur aus dem einfachen Einzahlungsbeleg. „Gerade diese

unterschiedliche Papierdicke hat uns auf unseren bisherigen Druckern

bislang immer wieder Probleme bereitet“, so Hansruedi Broder,

Inhaber der allprint ag. „Wir sind froh, dass der Tally-Partner Print Tech

Plus für uns eine maßgeschneiderte Lösung geschaffen hat. Mit dem

speziell für unsere Anforderungen modifizierten Tally T6100 sind wir

nun in der Lage, auf die verschiedene Papierdicke zu reagieren und

die Formulare in optimaler Lesbarkeit auszudrucken.“

 

Unterschiedliche Produkte für verschiedene Einsatzzwecke

Insgesamt werden bei allprint 500 verschiedene Produkte gedruckt,

die Verkehrssünder in der ganzen Schweiz zur „Buße“, also zur

Zahlung des Ordnungsgeldes auffordern. Zunächst werden die

einzelnen Bestandteile des Formulars über Rotationsmaschinen

gedruckt, anschließend zusammengetragen und geleimt. Über den

T6100 wird dann auf Endlosbahnen die jeweilige Bearbeitungsnummer

eingedruckt, bevor die Formulare geschnitten, gefalzt und zu Blöcken in

Auflagen von 100 bis 25 000 Stück verarbeitet werden. Jedes Formular

ist dabei, abhängig vom Einsatzzweck, unterschiedlich aufgebaut.

Einheitlich ist nur die unterste Lage, die über das ganze Format aus

dem Einzahlungs- bzw. Empfangsschein für die Post besteht. Die

Unterschiede beginnen bei den Papierlagen darüber, und damit auch

die Ansprüche an die Flexibilität des Druckers. Die Stadt Winterthur

benötigt beispielsweise jeweils ein Bedenkfristformular, den

„Ordnungsbussen-Zettel“ im Original und zusätzlich zwei weitere

Durchschläge. Die Stadt Zürich kommt dagegen mit insgesamt drei

Durchschlägen aus. Diese sind dabei jeweils auf der linken Seite des

Endlosformulars angebracht. Das Problem: Je mehr Durchschläge,

desto höher wird das Papier links, während rechts die Papierdicke

konstant bleibt. Auf allen Durchschlägen muss – trotz unterschiedlicher

Papierdicke - die Bearbeitungsnummer natürlich in der gleichen

Qualität lesbar sein und auf den zugehörigen Formularen

übereinstimmen. Zudem ist die Positionierung der Nummer auf dem

Einzahlungsbeleg genauestens vorgegeben, damit bei der Einzahlung

auf der Post der Beleg ebenfalls problemlos maschinell eingelesen

werden kann.

 

Spezielle Anwendungen erfordern spezielle Lösungen

Die unterschiedliche Papierdicke und die damit verbundene

unterschiedliche Papierspannung führten bisher zu dem Problem,

dass während des Drucks häufig das Farbband der Drucker

nach oben sprang. Auch an der Querperforation, die die einzelnen

„Ordnungsbussen-Zettel“ voneinander trennt, gab es durch die

unterschiedliche Dicke des Papiers oft Schwierigkeiten mit der

Papierführung. Drucker von der Stange konnten in diesem Fall

keine Abhilfe schaffen, hier war eine ganz spezielle Lösung des

Problems gefragt. Aus diesem Grund suchte Hansruedi Broder nach

einer Alternative für den Druck dieser Formulare. Auf seine Anfrage hin

bekam er Rat und tatkräftige Unterstützung von René Leuthold,

Geschäftsführer der Firma Print Tech Plus im schweizerischen Bäch, der

seit Jahren in der Schweiz ausschließlich den Vertrieb für Produkte

aus dem Haus Tally übernommen hat. Nachdem René Leuthold

mit seinem Team auch den Service für alle Tally-Drucker durchführt,

kennt er sich auch ganz genau mit deren Technik aus. „Meine erste

Reaktion war - das geht nicht“, erinnert er sich an das erste Gespräch,

bei dem ihm das Problem geschildert wurde. Doch dann kam ihm die

einfache wie wirkungsvolle Idee: die Hammerbank musste modifiziert

werden. So unterlegte er bei einem Testgerät kurzerhand die rechte

Seite der Hammerbank und stellte ihn allprint für den Praxistest zur

Verfügung. Nachdem der Erfolg im wahrsten Wortsinn durchschlagend

war, kam im März 2002 nach nur sechs Wochen Entwicklungszeit ein

neuer T6100 mit modifizierter Hammerbank in der Druckerei zum

Einsatz. „Wir sind mit dieser Lösung ausgesprochen zufrieden“, so

Hansruedi Broder. „Voll überzeugt hat uns neben der speziellen Lösung

von Herrn Leuthold vor allem auch die optimale Lesbarkeit der OCR-B-

Schrift, die über den T6100 erreicht wird“.

 

Der T6100 von Tally ist ein leistungsstarker Zeilendrucker zur

Bewältigung großer Druckvolumen von bis zu 500.000

Seiten pro Monat. Die Hammerbank in „Stored-Engergy“-Technologie

sorgt für eine hohe Durchschlagkraft bei gleichbleibend gutem

Druckbild. Der Read/Right-Algorithmus gewährleistet die randscharfe

Wiedergabe von Barcodes. Zwei Traktorenpaare sorgen für einen

geraden Papierweg und eine spannungsfreie, sichere Führung von

einfachen Papierbahnen oder Mehrfachsätzen von bis zu fünf

Durchschlägen. Standardmäßig ist der T6100 mit einer parallelen und

seriellen Schnittstelle ausgestattet, optional sind Fast Ethernet, Coax

und Twinax verfügbar. Acht verschiedene Emulationen für Zeilen- und

Nadeldrucker erlauben auch ausgefallene Anwendungen.

 

Autor:

Brigitte Zingler

 

Weitere Informationen:

Tally Computerdrucker GmbH - Astrid Schulze-Lohne

Glockeraustraße 4 – D-89275 Elchingen

Tel.: +49 7308 80 369 – Fax: +49 7308 80 564

aschulze-lohne@tally.de - www.tally.de

 

Schon seit 1949 befasst sich Tally mit der Computerausgabe auf

Papier und vergleichbaren Trägermaterialien. Die Kompetenz und

das Know-how von Tally werden von Kunden und Partnern in aller Welt

geschätzt. Hauptsitz des Unternehmens ist in Elchingen bei Ulm.

Neben Elchingen befindet sich am Standort Kent/Seattle (USA) ein

zweites Zentrum für Entwicklung und Produktion. Darüber hinaus ist

Tally mit einer Vielzahl von Niederlassungen und Vertriebsbüros

weltweit vertreten. Weltweit beschäftigt Tally 800 Mitarbeiter, der

Umsatz lag 2001 bei 185 Mio €. Drucker von Tally werden für

professionelle Applikationen verschiedenster Anwendungsfelder und

für den anspruchsvollen SOHO-Markt entwickelt und gefertigt: Für

harte Dauereinsätze in Industrieumgebungen, für branchenspezifische

Anwendungen, für den Betrieb in komplexen Netzwerken und für hohe

Anforderungen im Büroeinsatz. Hierfür bietet Tally alle relevanten

Drucktechnologien in einer breiten Produktpalette an: Von Nadel- und

Zeilen-Druckern über professionelle Tintendrucker, Farb- und Mono-

Laser bis hin zu Spezialdruckern.

 

Die allprint ag in Wattwil beschäftigt insgesamt zwanzig Mitarbeiter.

Neben dem Druck von speziellen Formularen für Kantone und

Gemeinden in der ganzen Schweiz produziert allprint überwiegend

Geschäftsdrucksachen und Blöcke für namhafte Unternehmen wie z.B.

SWISS, MIGROS oder die Schweizerischen Bundesbahnen.

 

Die Print Tech Plus AG ist offizieller Tally-Händler in der Schweiz

und vertreibt ausschließlich Produkte des deutschen Druckerherstellers.

Neben dem Verkauf führt Print Tech Plus auch den Service und

Reparaturen durch. Hauptzielgruppe sind Kunden aus der Industrie,

für die ganz spezielle Lösungen maßgeschneidert werden.