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Openshop

04. Juli 2001

Neu-Ulm

Besser als im richtigen Leben

getRegio ist der umfassende Regional-Marktplatz für Franken

Auf einem echten Marktplatz geht es um weit mehr als nur

ums Einkaufen. Da werden Informationen ausgetauscht, da

wird gebummelt und geschaut, und da geht man schnell

mal noch in die benachbarte Bank oder ins Rathaus, um

Dinge zu erledigen, die man längst schon erledigen wollte.

Internet-Marktplätze waren von diesem realen Vorbild

bislang meist noch weit entfernt. Der fränkische

Regionalmarktplatz getRegio geht neue Wege: voll integriert

steht hier nicht nur ein elektronischer Marktplatz auf Basis

von Openshop TradingPlace zur Verfügung - mit

Shop-Funktionalitäten, Kleinanzeigenbereich und

Auktionsmodul. Integriert sind auch eine breite Palette von

Informationsangeboten. Die regionalen Landratsämter und

Rathäuser sind ebenso mit von der Partie, wie die

regionalen Sparkassen oder die Regionalzeitung

„Fränkischer Tag“ – die letzteren beiden als Initiatoren von

getRegio, die den Marktplatz in Zusammenarbeit mit

dem Leonberger Systemhaus heureka in nur wenigen

Monaten realisiert haben.

Das Komplettangebot für eine ganze Region

Für rund 550.000 Menschen in Franken bietet

getRegio ein regionales Portal mit allem, was man im

täglichen Leben benötigt. Der

Apotheken-Notdienst ist ebenso vertreten wie das

Kinoprogramm oder das regionale Branchenverzeichnis,

ein Gastro- und Hotelführer gehört genauso

zum Angebot wie das Kinoprogramm oder die Kommunen

und Ämter mit ihren Informationen und

Dienstleistungen. Stadtpläne stehen online zur

Verfügung, ein Touristenführer, aber auch

sämtliche Online-Angebote der regionalen

Sparkassen oder des „Fränkischer Tags“. Im

Mittelpunkt: der elektronische Marktplatz. Auf Basis von

Openshop TradingPlace entstand hier ein virtueller

Handelsplatz, der weit mehr bietet, als viele der

herkömmlichen regionalen Marktplätze.

Während die oft nicht mehr als eine einfache

Ansammlung von Online-Shops sind, lose gekoppelt mit

zusätzlichen Informationsangeboten, wurde der

Marktplatz bei getRegio vollständig mit den anderen

Bestandteilen des Marktplatzes verbunden. Und er bietet die

gesamte Palette von Angeboten für den B2C- und den

C2C-Bereich: vorkonfigurierte Shops ebenso wie einen

Kleinanzeigenteil, eine Tauschbörse oder einen

Bereich, in dem Auktionen durchgeführt werden

können.

Nahtlose Integration unterschiedlicher

Anwendungen

„Die vollständige Integration war eine der wichtigsten

Vorgaben für das Projekt“, so Stefan Kausch vom

Leonberger Systemhaus heureka, Openshop Partner und

für die Implementierung des Marktplatzes

verantwortlich. Nicht die Shops isoliert auf der einen Seite

und lediglich verlinkt mit weiteren Angeboten auf der

anderen, sondern ein durchgängiger virtueller Raum

ohne Brüche zwischen den unterschiedlichen

Bereichen. Dass das gelungen ist, zeigt sich schon beim

Bedienen der Suchfunktion. Sucht man beispielsweise

nach dem Stichwort „Auto“, erhält man mehr als nur

den Überblick über alle

Gebrauchtwagenangebote aus dem Kleinanzeigenteil. Es

werden die regional vertretenen Autohäuser ebenso

aufgeführt wie etwa die Meldungen und Artikel aus der

Zeitung, in denen das Stichwort auftaucht oder die

Veranstaltungstermine zum Thema.

Regionale Sicht an erster Stelle

Durchgängig funktioniert auch die Regionalisierung.

Egal, wo man sich bei getRegio gerade befindet, immer

tauchen im linken Navigationsmenue die Umrisslinien

der fünf beteiligten Landkreise Bamberg, Forchheim,

Hassberge, Lichtenfels und Kronach auf. Ein Mausklick auf

den jeweiligen Landkreis genügt, und schon findet

man die dazugehörigen Angebote jeweils ganz oben

auf der Seite. Bei registrierten Benutzern funktioniert diese

Regionalisierung automatisch. Ein Bamberger sieht so

immer zuerst die neuesten Nachrichten aus dem

Kreis Bamberg, die regionalen Kleinanzeigen oder den

regionalen Veranstaltungskalender. Bei einem Kronacher

werden die Informationen und Angebote entsprechend

anders sortiert. Die Informationen dazu stammen aus den

Stammdaten des Openshop-Systems, auf die

sämtliche Anwendungen von getRegio zugreifen.

Ebenso wie die Stammdaten aus Openshop über alle

Anwendungen hinweg genutzt werden, wurden auch sonst

übergreifende Funktionen für alle an

getRegio-Beteiligten eingeführt. So wird für das

Content Management und die Steuerung der Site das

System medaia eingesetzt. Egal ob Online-Redakteur beim

„Fränkischen Tag“ oder Mitarbeiter im Landratsamt,

sämtliche Inhalte werden über medaia

verwaltet. Das Besondere: der Redakteur kann jederzeit aus

einem Artikel heraus in andere Bereiche verzweigen. Das

kann auch in einen einzelnen Shop hinein geschehen,

direkt zu einem speziellen Angebot. Ebenso integriert wurde

das Messaging-System aus Openshop TradingPlace,

über das die Teilnehmer am regionalen Marktplatz

sich jederzeit über neue Angebote informieren lassen

können. Für den Anwender entsteht so der

Eindruck, dass das System absolut einheitlich ist, obwohl

es tatsächlich aus verschiedenen, jeweils

spezialisierten Software-Systemen zusammengesetzt

wurde.

Branchenlösung zum echten

Regionalmarktplatz ausgebaut

Die Integration von Openshop TradingPlace in die

getRegio-Site realisierte das Leonberger Systemhaus

heureka in nur zweieinhalb Monaten. Das System, das

vorher in erster Linie für Branchenmarktplätze

wie beispielsweise farmpartner.de eingesetzt

wurde, musste für die speziellen Anforderungen eines

Regionalmarktplatzes erweitert werden. Das gilt

beispielsweise für das Anmeldeverfahren. Erst bei

der tatsächlichen Kaufentscheidung muss sich

der Marktplatzbesucher bei getRegio definitiv registrieren.

Der Vorteil: der Besucher kann sich quer über alle

Bereiche hinweg bewegen, ohne dass er durch eine

Registrierungsaufforderung eingeschränkt oder gar

abgeschreckt wird. Er kann also im wahrsten Sinne einen

Marktplatzbummel machen und sich alles anschauen,

bevor er sich endgültig entscheidet. Bei der

Registrierung wird unterschieden, ob der User ein privater

oder ein gewerblicher Kunde ist. Damit können die

B2C- und die C2C-Bereiche komplett unterschiedlich

gehandhabt werden - besonders wichtig ist das

beispielsweise für den Kleinanzeigenbereich.

Über die Anmeldung wird dann auch die Gruppierung

der Angebote nach regionalen Gesichtspunkten gesteuert.

Dies geschieht ebenfalls über ein neues

Openshop-Feature, das für Regionalmarktplätze

entwickelt wurde. Spezielle Angebote können

über eine zentrale Funktion hervorgehoben und

unabhängig von den sonstigen Sortierkriterien ganz

nach vorn gestellt werden. Diese „Spezialangebote“

können durch die Shopbetreiber selbstständig

gebucht werden. Für den Marktplatzbetreiber wird so

eine zusätzliche Einnahmequelle erschlossen, ohne

dass dafür ein zusätzlicher administrativer

Aufwand entsteht.

Einfacher Einstieg für kleine und mittlere

Unternehmen

Über die Einbindung von Openshop Stores bietet

getRegio für gewerbliche Anbieter ein breites

Spektrum an Möglichkeiten, ihr eigenes

Online-Angebot günstig und vor allem schnell und

einfach ins Internet zur bringen. Die Standardshops sind

skalierbar und reichen vom „Store S“, in dem bis zu 50

Artikel angeboten werden können, über den

„Store M“ (150 Artikel) bis zum „Store L“ mit bis zu 500

Artikeln. Über die Importfunktion von Openshop Stores

können vorhandene Artikeldaten einfach

übernommen werden. Aber auch Anbieter, die bereits

eigene Angebote betreiben, können sich bei getRegio

direkt „einklinken“. Der Marktplatz dient hier als Zugang zum

eigenen Shop. Noch weiter integriert werden können

Shops, die auf Basis von Openshop Stores oder Openshop

Business entwickelt wurden. Mit diesen Shops kann man

gewissermaßen eine eigene Filiale bei getRegio

eröffnen und den Zugriff auf einzelne Artikel

ermöglichen. Voraussetzung ist, dass man den

eigenen Kategorien die entsprechenden Kategorien

zuordnet, die im zentralen Kategorien-Management von

Openshop TradingPlace hinterlegt sind. So wird

sichergestellt, dass alle Teilnehmer am Marktplatz die

„gleiche Sprache“ sprechen. Schließlich können

schon aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht

unzählige, individuell benannte Suchkategorien

verwaltet werden. Die Anbieter müssen sich hier den

zentral festgelegten Bezeichnungen unterordnen. Die

Preisinformationen werden dabei in den zentralen

Übersichtsansichten ausgeblendet und erst im

jeweiligen Shop angezeigt.

Integriert wurde das Zahlungssystem paygate. Über

paygate können sowohl Kreditkartenzahlungen

abgewickelt werden als auch Zahlungen per Geldkarte oder

über die elektronische Lastschrift mit sofortiger

Abbuchung. paygate beherrscht selbstverständlich die

gängigen elektronischen Sicherheitsverfahren wie

SSL oder SET. Viel wichtiger als diese „elektronische

Sicherheit“ wiegt bei getRegio für den Benutzer jedoch

die direkte Beteiligung der regionalen Sparkassen. Die

stellten für das Projekt nicht nur ihre Kompetenz

für die Abwicklung von Zahlungen über das

Internet zur Verfügung, sie haben auch eine

Zahlungsgarantie für die beteiligten Händler

übernommen - ein Stück Sicherheit für

alle Beteiligten, vor allem aber wird die Hemmschwelle

für den Einstieg ins eBusiness weiter gesenkt.

Vom Start weg erfolgreich

getRegio, das ist der bislang größte

Regionalmarktplatz in Bayern, der in Zusammenhang mit

dem von der Bayerischen Staatsregierung initiierten

„Virtuellen Marktplatz Bayern VMI“ unter baynet.de als

regionale Basis aufgebaut wurde. Beteiligt an der

Betreibergesellschaft ist neben den Sparkassen Bamberg,

Forchheim, Lichtenfels und Ostunterfranken auch der

„Fränkische Tag“, die regionale Tageszeitung. Damit

ist eine Basis gegeben, die Akzeptanz dieses Marktplatzes,

die sich in den ersten Monaten bereits erfreulich

entwickelt hat, weiter auszubauen. Offensiv wollen die

Partner dabei ihre eigenen Möglichkeiten ausnutzen.

Der Fränkische Tag die des regionalen

Printmediums, die Sparkassen die der eigenen

Vertriebsorganisation. So wurden speziell für

getRegio 200 Vertriebsmitarbeiter der Sparkassen zum

„eCommerce-Berater“ ausgebildet. Eine Maßnahme,

um getRegio auch langfristig in der Region zu verwurzeln.

Auch als schlüsselfertige Lösung für

Marktplatzbetreiber soll das getRegio-Modell künftig

ein Erfolg werden. Denn der Openshop TradingPlace wird

mit den hierfür zusätzlich entwickelten

Funktionalitäten als eigene Variante für

Regionalmarktplätze vermarktet. Dies entspricht der

Openshop Lösungsstrategie. (upa)