

GEA Refrigeration Technologies
23. Januar 2012
Tief kühlen mit hoher Effizienz
GEA Kältetechnik senkt Energieverbrauch im Bonduelle-Tiefkühllager Estrées-Mons
Bochum, 23. Januar 2012 – Die Bonduelle-Gruppe, Anbieter von Gemüsekonserven, Tiefkühlgemüse und verarbeitetem Salat, hat ihre Tiefkühllager am Standort Estrées (nahe Péronne in Frankreich) modernisiert und erweitert. In den Kälteanlagen der bestehenden Lager wurde das für sein hohes Ozonabbaupotenzial bekannte Kältemittel R22 durch die natürliche Alternative Ammoniak (R717) ersetzt. Zeitgleich entstand ein 35 Meter hoher Lagerneubau, der etwa 24.000 Palettenstellplätze bietet und mit moderner Kältetechnik ausgestattet wurde. Sowohl das Sanierungsprojekt als auch die Kältetechnik für das neue Hochregallager vergab Bonduelle an die GEA Refrigeration France. Der Auftragswert belief sich auf insgesamt fast zwei Millionen Euro.
Bestandsanlagen 25 Prozent effizienter
Eine immense Energieersparnis ließ sich bereits bei den Bestandsanlagen erzielen: Im Zuge der Umrüstung von R22 auf Ammoniak wurden nicht nur die Kältemaschinen im laufenden Betrieb umgestellt, darüber hinaus haben die Kältespezialisten von GEA in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden die alten Luftkühler mit Frequenzumrichtern ausgerüstet. Die Lüfterdrehzahl orientiert sich nun am Kühlbedarf. In Summe führen die Maßnahmen zu einem um etwa 25 Prozent verbesserten Wirkungsgrad.
Halbierter Energieverbrauch beim Neubau
Noch effizienter ließ sich die Kältetechnik für das neue, vollautomatische Hochregallager umsetzen. Trotz der Kapazität von 24.000 Stellplätzen kommt das Palettenlager mit einer Kälteleistung von gerade einmal 2.100 kW aus, bereitgestellt bei minus 28 °C von zwei Ammoniak-Schraubenverdichtern des Typs GEA YR-Y2655S-28. Sie arbeiten fünf GEA Goedhart-Luftkühlern aus dem Segment GEA Heat Exchangers zu. Diese blasen kalte Luft von der Decke aus nach unten und unterstützen so den Thermosyphon-Effekt für eine gute Durchdringung des Lagerraums (Volumen etwa 150.000 m³). Bei der Auslegung wurde darauf geachtet, dass sowohl die Regalreihen mit ihren 14 Lagerebenen als auch die sechs Regalbediengeräte möglichst wenig Einfluss auf die Temperaturverteilung haben.
Der durch die gezielte Luftströmung induzierte „Kältesee“ sorgt dafür, dass eine geringe Temperaturschichtung entsteht und die geforderte Lagertemperatur vom minus 20 °C an allen Lagerplätzen eingehalten wird. Wichtig ist hierbei, dass die Luftbewegung mit geringer Geschwindigkeit erfolgt und dennoch keine „Wärmenester“ entstehen. Die Zieltemperatur lässt sich daher mit einer Temperatur von nur minus 25 °C am Luftauslass herstellen. Frequenzumrichter an den Ventilatoren und die drehzahlgeregelten Schraubenverdichter stellen einen bedarfsgerechten Betrieb und eine hohe Effizienz im Teillastbereich sicher.
Das von GEA umgesetzte Kühlprinzip hatte sich bereits in der Tiefkühl-Hochregallager-Anwendung bewährt und konnte seine Wirkung unter Beweis stellen. Seit Frühling 2011 ist das Tiefkühllager in Betrieb und begnügt sich mit etwa 15 kWh/(m³ a), während herkömmliche Großlager zirka 40 kWh/(m³ a) für die Tiefkühlung benötigen.
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Bilder:
Bild 1_Bonduelle_cold-storage_complex.JPG:
Das neue Tiefkühllager von Bonduelle bietet Platz für 24.000 Paletten. Dank der ausgeklügelten Luftführung ließ sich der Energiebedarf zum Kühlen auf die Hälfte reduzieren. (Foto: Bonduelle)
Bild 2_GEA_machines_at_Bonduelle.JPG:
Herzstück der Kältezentrale sind zwei Ammoniakmaschinen der GEA Refrigeration France mit einer Gesamtkälteleistung von 2.100 kW.
Bild 3_Temperature_at_Bonduelle_cold-storage_complex.tif:
Unter der Decke montierte GEA Goedhart-Luftkühler unterstützen den Thermosyphon-Effekt und sorgen für eine homogene Temperaturverteilung. Resultat ist eine energiesparende Einblastemperatur. Die Kühler verfügen über hocheffiziente Wärmetauscher und eine optimierte Regelung. (Bild: GEA)
Informationen zum Konzern
Die GEA Group Aktiengesellschaft ist einer der größten Systemanbieter für die Erzeugung von Nahrungsmitteln und Energie mit einem Konzernumsatz von über 4,4 Milliarden Euro in 2010. Sie konzentriert sich als international tätiger Technologiekonzern auf Prozesstechnik und Komponenten für die anspruchsvollen Produktionsprozesse in unterschiedlichen Endmärkten. Der Konzern generiert ca. 70 Prozent seines Umsatzes aus den langfristig wachsenden Industrien für Nahrungsmittel und Energie. Zum 30. September 2011 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 23.000 Mitarbeiter. Die GEA Group zählt in ihren Geschäftsfelder zu den Markt- und Technologieführern. Das Unternehmen ist im deutschen MDAX (G1A, WKN 660 200) notiert. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.geagroup.com.
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