

MTU CFC Solutions GmbH
09. September 2005
P³ - HotModule liefert Permanent Premium Power
intelec Berlin, 18. bis 22. September - Brennstoffzellen liefern Energie ohne Unterbrechungen
Unter dem Namen HotModule bietet die MTU CFC Solutions GmbH in Ottobrunn dezentrale Kleinkraftwerke auf Brennstoffzellenbasis an. Die Karbonatschmelze-Brennstoffzellen erzeugen kontinuierlich Strom und Wärme und arbeiten mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen, zum Beispiel Erdgas oder Ethanol. Ihre Vorzüge reizen sie dort aus, wo eine extrem zuverlässige Energieversorgung gefragt ist: in Rechenzentren, Sendeanstalten, Banken, Versicherungen und ähnlichen Objekten. Im Gegensatz zur gängigen USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), bei der teure und wartungsintensive Akkumulatoren die Anfahrlücke bis zum Hochlaufen eines Notstromdiesels schließen, liefert das HotModule - unabhängig vom Stromnetz - permanent Premium Power als Gleich- oder Wechselstrom.
Zudem stellt das HotModule lückenlos thermische Energie bereit, die Absorptionskälteanlagen zu Kälte wandeln können, zum Beispiel um Serverräume zu kühlen. Das eröffnet Betreibern von Serverfarmen, Laboratorien oder Sendestationen neue Möglichkeiten für eine sichere Energieversorgung. Dabei schont die Brennstoffzelle die Umwelt, denn mit Hilfe der Kraft-Wärme-(Kälte-)Kopplung wird der Energiegehalt des Brennstoffs optimal genutzt. Vorgestellt wird diese Lösung in Berlin auf der Konferenz intelec ’05 (International Telecommunications Energy Conference), die vom 18. bis 22. September stattfindet. Dort referieren Anwender über ihre Erfahrungen mit dem HotModule.
Das HotModule überflügelt konventionelle Anlagen, zum Beispiel motorische Blockheizkraftwerke oder Notstromaggregate, gleich in mehrfacher Hinsicht: Sein elektrischer Wirkungsgrad von fast 50 Prozent ist in der 250-kW-Klasse einmalig und macht es zum idealen Energielieferanten für stromhungrige Anwendungen. Leistungselektronik lässt sich sogar direkt mit Gleichstrom versorgen - wie bei der Installation bei der DeTeImmobilien in München. Außerdem arbeitet das Brennstoffzellen-Kraftwerk geräuscharm und emissionsfrei. Damit ist es prädestiniert für den Einsatz auch in städtischen Gebäuden.
Als Brennstoffe können Erdgas oder Biogas und andere Sekundärgase, aber auch Flüssigbrennstoffe wie Methanol oder Ethanol eingesetzt werden, sogar im direkten Wechsel. Bei diesen Dual-Fuel-Ausführungen führen eventuelle Versorgungsengpässe im (Erd-)Gasnetz nicht zu einem Stromausfall. Der fliegende Brennstoffwechsel hat sich zuletzt bei einem HotModule in Berlin bewährt, das aus Kunststoffabfällen erzeugtes Methanol als Erdgas-Alternative nutzt.
Wer Brennstoffe wie Biogas einsetzt oder andere regenerative Energieträger, etwa Bio-Ethanol, darf sich auf Finanzspritzen freuen, denn die CO2-neutrale Energiebereitstellung wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert.
Technische Daten des HotModules
Leistung
Elektrische Nutzleistung bis 245 kW
Thermische Leistung ca. 180 kW
Ablufttemperatur ca. 400 °C
Wirkungsgrad
Max. Gesamtwirkungsgrad ca. 90 %
Elektrischer Wirkungsgrad Zellblock ca. 55 %
Elektrischer Systemwirkungsgrad AC bis 47 %
Emissionen
Nach BlmSchG als Abluft klassifiziert
SO2 nicht nachweisbar
NOx nicht nachweisbar
CO < 9 ppm
Abmessungen
Länge 8,0 m
Breite 2,5 m
Höhe 3,2 m
Bildunterschrift: Das HotModule, hier bei der DeTeImmobilien in München, stellt Strom mit hoher Qualität bereit - und das unabhängig vom öffentlichen Netz. (Bild: MTU CFC Solutions)

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