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VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

02. September 2005

Teltow

Mikrobrennstoffzelle soll groß rauskommen

Bund fördert Entwicklung marktgerechter Energielösungen mit insgesamt 20 Millionen Euro

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) treibt mit seiner Förderung die Entwicklung im Bereich Mikrobrennstoffzellentechnik voran. Rund 20 Millionen Euro stehen bereit, um die sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen verschiedener Branchen bewerben können. Sie sollten die Bereitschaft zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit in einem Verbundprojekt mitbringen. Ziel des Förderungsprojektes Leitinnovation Mikrobrennstoffzelle ist die Entwicklung leistungsfähiger und kostengünstiger kleiner Brennstoffzellensysteme und deren Produktion...


In absehbarer Zeit sollen mit Wasserstoff oder Methanol betriebene Mikrobrennstoffzellen die üblichen Energieversorgungssysteme, beispielsweise Lithium-Ionen-Akkus, in vielen portablen Elektronikgeräten ablösen. Ihre hohe Energieausbeute und die Trennung von Energiewandler (Brennstoffzelle) und Speicher (Tank) könnten den Nutzen mobiler Elektronikgeräte deutlich steigern.


Um viel versprechende Ansätze zur Reife zu bringen, ist das Zusammenspiel der Schlüsseltechnologien Materialwissenschaften, Mikrosystemtechnik und Produktionsverfahren nötig. Aus diesem Grund adressieren die drei Rahmenprogramme Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft, Mikrosysteme und Forschung für die Produktion von morgen hier ein gemeinsames Ziel: Verbundprojekte zu fördern, die der Mikrobrennstoffzelle den Zugang zum Markt ermöglichen.


Bewerber um die vom BMBF bereitgestellten Fördergelder sollten Kooperationsbereitschaft mitbringen und mit ihren Vorhaben die Reduktion der Systemperipherie (zum Beispiel Pumpen oder Ventile), die Mikrostrukturierung von zum Beispiel mikrofluidischen Teilchen, die Miniaturisierung der Systemsteuerung oder zum Beispiel die Systemintegration deutlich forcieren wollen. Alternative Werkstoffe und Bauweisen sollen die Mikrobrennstoffzellen weiter miniaturisieren. Das Resultat wäre eine flexible Konstruktion, die den Herstellern portabler Elektronikprodukte neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet und Impulse für zukunftsträchtige Lösungen gibt.


Von den Bewerbern erwartet das BMBF, dass sie anwendungsorientiert arbeiten und die anschließende Produktion fokussieren. Dabei müssen die eingesetzten Lösungen den aktuellen Stand der Technik deutlich übertreffen. Das BMBF fordert besonders kleine und mittelständische Unternehmen auf, Projektvorschläge einzureichen. Einsendefrist für Projektskizzen ist der 13. Januar 2006. Gegenstand der Förderung sind Projekte, die Mikrobrennstoffzellensysteme mit folgenden Eigenschaften zum Ziel haben:


elektrische Leistung bis maximal 100 W


gravimetrische Leistungsdichte über 200 W/kg


volumetrische Leistungsdichte über 150 W/l


Energiedichte größer 1.000 Wh/l


Kosten unter 4 EUR/W


Mindestlebensdauer 2.000 h


Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Projektträger Mikrosystemtechnik in Teltow, beauftragt. Details zu Förderantrag und -kriterien können dem BMBF-Merkblatt entnommen oder bei dem Projektträger erfragt werden. Vordrucke für Projektskizzen, Richtlinien, Merkblätter und Hinweise sowie Nebenbestimmungen stehen unter der Internetadresse www.mstonline.de/foerderung/skizzen/aktuell zum Abruf bereit.


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Über die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH konzipiert und organisiert im Auftrag von Ministerien in Bund und Ländern technologiepolitische Förderungsprogramme. Unter anderem unterstützt sie die Gründung von jungen technologieorientierten Unternehmen, den Aufbau von Kooperationsnetzwerken sowie die Weiterentwicklung und ökonomische Umsetzung der Schlüsseltechnologie Mikrosystemtechnik. Dabei steht die erfolgreiche Nutzung von Technologien zur Lösung drängender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen im Vordergrund.


Mikrosystemtechnik in Kürze

Die Mikrosystemtechnik (MST) erstellt technische (Sub-)Systeme, deren funktionsbestimmende Strukturen Abmessungen im Mikrometerbereich haben. Sie kombiniert Methoden der Mikroelektronik, der Mikromechanik, der Mikrofluidik und der Mikrooptik, aber auch der Informatik, Biotechnologie und Nanotechnologie, indem sie Entwicklungen und Strukturen aus diesen Bereichen zu neuen Systemen vereinigt. Seit 1990 wird die Entwicklung der Mikrosystemtechnik durch Förderprogramme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.