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Kögel Fahrzeugwerke

03. Juli 2002

Ulm

KÖGEL KAMAG mit Spezialfahrzeugen auf der Erfolgsspur

Mit Airport Equipment neue Absatzmärkte erschlossen

Die neue KÖGEL KAMAG Transporttechnik

GmbH & Co. KG, unter deren Dach zum 1.

Januar 2001 sämtliche

Spezialfahrzeugaktivitäten zusammengeführt

wurden, hat sich schon im ersten Jahr des

Bestehens zu einem wichtigen Umsatzträger

für die KÖGEL-Gruppe entwickelt. Mit 29,9 Mio

Euro wurde im Jahr 2001 der

Vorjahresumsatz von 18,4 Mio Euro (nur

KAMAG) deutlich übertroffen. Zunehmend an

diesem Erfolg beteiligt ist auch die „Airport

Division“, die mit dem „Catering Weasel“ ein

ganz neues Geschäftsfeld für die KÖGEL-

Gruppe erschlossen hat. Von dem neuen

Wechselverkehrsystem für die Flughafen-

Logistik konnten trotz der Flaute im

Luftfahrtsektor im Jahr 2001 bereits 25

Exemplare ausgeliefert werden. Die ersten

Nach-bestellungen, wurden bereits in Auftrag

aufgegeben. Auch das zweite neue Produkt

der Airport Division, der Flugzeugschlepper

„Tow Bear“, ist bereits im praktischen Einsatz.

Der Erfolg der KÖGEL KAMAG

Transporttechnik drückt sich auch in der

äußerst guten Auslastung aus. Nachdem

man mit dem Umzug ins Ulmer KÖGEL-

Stammwerk die Fertigungsabläufe optimiert

und die Produktionsfläche deutlich

ausgeweitet hat, wird die KÖGEL KAMAG

Transporttechnik ihre bedeutende Stellung im

Weltmarkt weiter ausbauen.

KÖGEL-Kow-how erfolgreich auf neue

Produkte übertragen

„Die steigende Zahl der Nachbestellungen

belegt, dass wir hier ein Produkt auf den Markt

gebracht haben, das den Anforderungen für

die Flughafenlogistik nicht nur genügt,

sondern den herkömmlichen Systemen auch

deutlich überlegen ist,“ so Hans-Jörg

Habernegg, Director der neuen Airport

Division bei KÖGEL KAMAG. Der

Flughafenprofi, sieht den Erfolg vor allem

darin begründet, dass es gelungen ist, das

KÖGEL Know-how in der Transport Logistik

auf dieses neue Feld zu übertragen und

weiterzuentwickeln. „Wenn man die

herkömmlichen Logistiksysteme auf

Flughäfen betrachtet, etwa beim Catering,

dann ähneln sie stark denjenigen, wie sie in

früheren Jahren auch im Gütertranport üblich

waren. Es wurden im Werk oder auf dem

Speditionshof im Prinzip normale LKW

hergenommen, um diese Prozesse

abzuwickeln.“ Das Catering Weasel, eine

Weiterentwicklung des

Wechselbrückenhubwagens Wiesel,

unterstützt dagegen ganz flexibel die

logistischen Prozesse auf einem Flughafen,

da der Behälter nicht fest mit dem Fahrzeug

verbunden ist und schnell und einfach

abgestellt werden kann, beispielsweise zum

Beladen. „Die Erfahrungen haben hier

gezeigt, dass man gegenüber

herkömmlichen Systemen bis zu 30 Prozent

an Fahrzeugen und Mitarbeitern einsparen

kann,“ so Habernegg. Die logistischen

Prozesse enden auch nicht, wie bisher, an

der Flughafengrenze. Denn durch den

konsequenten Einsatz der

Wechselverkehrstechnologie von KÖGEL

entspricht das System allen ISO-Standards,

die Wechselverkehrsbehälter, egal ob gekühlt

oder als normale Trockenfracht-Box, lassen

sich nahtlos von der Straße auf den Flughafen

und wieder zurück bewegen.

Noch flexibler wird der Einsatz der

Wechselbehälter im Catering-Bereich durch

die Adaption der Kühlanlage nach dem

„Eutektik“-Verfahren, wie sie KÖGEL bislang

hauptsächlich im Frischdienstbereich bei

Kühlaufbauten verwendet. Das System

arbeitet im Grunde wie ein umgekehrter

Nachtspeicherofen: ein Kältespeicher wird

über Nacht aufgeladen und gibt dann die

Kälte über einen Zeitraum von ca. 8 Stunden

wieder ab. Nötig ist nur eine Batterie für die

Ventilatoren, die die Kaltluft im Behälter

verteilen. Damit arbeitet das System

unabhängig vom Transportsystem, völlig

geräusch- und abgasfrei und benötigt keine

externe Energiever-

sorgung.

Komplettes Programm für den Flughafen

Das Catering Weasel wurde inzwischen

durch weitere Koffer-Systeme etwa für den

Behindertentransport oder für die

Flugzeugwartung ergänzt. Mit dem Tow-Bear

wurde zudem eine neue

Flugzeugschlepperbaureihe auf den Markt

gebracht, bei der ebenfalls das vorhandene

technologische Know-how erfolgreich

umgesetzt werden konnte. So sind die Tow-

Bear mit einer Standard-„Atego“-Fahrerkabine

von DaimlerChrysler ausgestattet, die nicht

nur komfortabler als herkömmliche

Spezialkabinen ist, sondern auch günstiger

im Unterhalt, da auf das reichhaltige

Ersatzteilangebot von DaimlerChrysler

zurückgegriffen werden kann. Gleichzeitig

wurde aber auch die

Fernsteuerungstechnologie integriert, wie sie

etwa bei den klassischen KAMAG-

Modultransportern verwendet wird. So kann

der Flugzeugschlepper bequem von einem

Fahrer bedient werden, zusätzliches

Personal, beispielsweise beim „andocken“

ans Flugzeug, wird nicht benötigt. Weitere

Produkte für den Airport-Bereich sind in

Vorbereitung und sollen noch dieses Jahr auf

den Markt gebracht werden.

Erfolge auch bei Hubwagen und

Modultransportern

Neben der neuen Airport Division arbeiten

auch die weiteren Sparten der KÖGEL KAMAG

Transporttechnik derzeit sehr erfolgreich und

tragen dazu bei, dass die Auslastung des

Ulmer Werks mehr als gesichert ist. So ist

KÖGEL KAMAG derzeit beispielsweise in der

amerikanischen Schiffsbauindustrie

erfolgreich, für die ein neuer Hubwagen mit

angetriebener Rollenbahn entwickelt wurde.

Das Fahrzeug eignet sich speziell für den

Materialtransport von „Rampe zu Rampe“, da

die Güter über die Rollenbahn auf den

Hubwagen gezogen werden können.

Außerdem werden in Ulm derzeit eine Reihe

von Modultransportern für amerikanische

Kunden gefertigt.

Die zahlreichen Aktivitäten der KÖGEL KAMAG

Transporttechnik dokumentieren die Stellung,

die dieser Bereich innerhalb des KÖGEL-

Konzerns gewonnen hat. Mit der

Übersiedelung ins Ulmer Stammwerk ist hier

eine technologische Basis geschaffen

worden, über die KÖGEL auch in Zukunft ganz

neue Märkte erschließen kann, wie das

Beispiel der Airport Division gezeigt hat.

Gleichzeitig werden hier neue Technologien

entwickelt und erstmals eingesetzt, die später

auch den „klassischen“ KÖGEL-

Produktbereichen zu Gute kommen, also den

Anhängern und Aufbauten. Damit spielt die

KÖGEL KAMAG Transporttechnik auch eine

wichtige Rolle die dem Ziel, den Umsatz im

Konzern in den kommenden Jahren um

mindestens 50 Prozent zu steigern.

KÖGEL KAMAG Transporttechnik GmbH & Co.

KG

Ulm, im Juli 2002