

Kläranlage Gorzów steigert Stromertrag mit MDE-Energiemodul
Gorzów sewage treatment plant boosts electricity yield with MDE Energy Module
The english version is available for download (RTF-file) here
- Ökonomische Klärgasnutzung in Kraft-Wärme-Kopplung
- Abgas und Motorkühlwasser liefern Nutzwärme
- Elektronik regelt den Motor abhängig vom Brennwert
Mit der Kläranlage der Stadt Gorzów (Polen) hat die Tognum-Tochtergesellschaft MDE Dezentrale Energiesysteme GmbH eine neue Referenz für Klärgas-Blockheizkraftwerke (BHKWs) hinzugewonnen: Die Centrum Elektroniki Stosowanej Sp. z o.o. (kurz CES) aus Krakau installiert dort im Frühjahr ein MDE-Energiemodul, das aus dem anfallenden Gas effizient Strom und Nutzwärme erzeugt.
Gorzów, das früher Landsberg an der Warthe hieß, ist 45 km von der deutschen Grenze entfernt und hat 125.000 Einwohner. In der örtlichen Kläranlage fallen täglich zirka 18.000 m³ Klärschlamm an. Diese Menge ermöglicht die Produktion von bis zu 150 m³ Klärgas pro Stunde, dessen Energie in Kraft-Wärme-Kopplung optimal genutzt wird. Dazu errichtet CES ein modernes BHKW inklusive Gebäude, Gaszuführung und Anbindung an das Strom- und Wärmenetz. Herzstück der neuen Energiezentrale ist die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage MB 3042 L der MDE.
Das MDE-Energiemodul MB 3042 L liefert bis zu 370 kW elektrische und 426 kW thermische Leistung (bei 90/70 °C Vor-/Rücklauf). Die hohe Wärmeleistung ist aufgrund einer zweifachen thermischen Auskopplung möglich: Das BHKW entzieht nicht nur dem Motorkühlwasser, sondern auch dem Abgas Wärme und erreicht somit einen Brennstoffnutzungsgrad von insgesamt über 90 Prozent.
Die Magergemisch-Motoren der Baureihe 400 arbeiten zugunsten eines hohen elektrischen Wirkungsgrads mit einer starken Verdichtung und sind für den Betrieb mit Bio- oder Klärgas konzipiert. Bei den MB-Modellen ist die Gemischaufbereitung für einen Methangehalt von 45 bis 65 % vorgesehen und die Motorelektronik regelt das Verbrennungsgemisch abhängig vom aktuellen Brennwert. Damit trotz schwankender Gasqualität eine hohe Energieeffizienz bei schonendem Betrieb gegeben ist, verfügt der Motor über eine Antiklopf-Regelung: Sie schont die Pleuel und die Kurbelwelle und sorgt damit für einen geringen Verschleiß. Sensible Körperschallsensoren registrieren dazu die Verbrennungsgeräusche und ermöglichen der Motorelektronik, den Zündzeitpunkt abhängig von der aktuellen Brennstoffqualität einzustellen.
Bei der Auswahl des Lieferanten bewerteten CES und der Kläranlagenbetreiber sowohl die Energieeffizienz der Anlagen als auch deren Robustheit und Wartungsarmut. Diese Eigenschaften haben MDE-Energiemodule in Hunderten von Projekten zur Klär-, Bio- und Deponiegasnutzung unter Beweis gestellt, dazu kommt etwa die gleiche Zahl an Erdgas-BHKWs. Heute kann die vor 31 Jahre gegründete MDE auf mehr als 2.000 erfolgreiche Installationen ihrer Energiemodule verweisen.
Pressekontakt
MDE Dezentrale Energiesysteme GmbH
Christoph Bendzko
Dasinger Straße 11
86165 Augsburg
Phone: +49 (821) 7480-232
Fax: +49 (821) 7480-119
Press’n’Relations II GmbH
Ralf Dunker
Guntherstraße 19
80639 München
Telefon: +49 (89) 17999275
Fax: +49 (89) 17999289
Hier finden Sie die deutsche Version der Pressemeldung als RTF-Datei zum Download: