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VWEW Energieverlag

11. Juni 2002

Frankfurt

Jenseits der Küste – Perspektiven für die Windenergie

ZVEI und VWEW mit aktueller Standortbestimmung zur Offshore-Windenergienutzung

Offshore-Windenergie – diese Form der

Energiegewinnung verspricht ein enormes

Potenzial für die Zukunft. Auf der einen Seite

herrscht hier nach wie vor ein großer

Informationsbedarf in Sachen Technik und

Wirtschaftlichkeit. Auf der anderen Seite je-

doch gibt es bereits heftige Diskussionen der

verschiedensten Interessengruppen aus den

Bereichen Naturschutz, Schifffahrt oder

Fischerei. Einen umfassenden Überblick über

die gesamte Thematik bietet der ZVEI-Infotag

„Offshore-Windenergienutzung – frischer

Wind für Erneuerbare Energien“, der

gemeinsam mit dem VWEW Energieverlag

durchgeführt wird. Hochkarätige Referenten

aus den Bereichen Wissenschaft und

Energiewirtschaft informieren über alle

Aspekte der Offshore-Windenergie wie zum

Beispiel Naturschutz, Wirtschaftlichkeit oder

Netzanbindung. Auch Rechtsfragen wie die

der Genehmigung, des Betriebs bis hin zum

Abbau von Windanlagen werden thematisiert.

Damit sollen vor allem Hersteller, Betreiber

und Energieversorgungsunternehmen

angesprochen werden, die sich so einen

Überblick über dieses Thema verschaffen

können.

Nach dem dynamischen Wachstum in den

vergangenen Jahren wird der Nutzung der

Windenergie in Deutschland auch künftig ein

enormer Zuwachs prognostiziert. Da die

meisten geeigneten Standorte an Land

jedoch bereits bebaut sind, soll künftig

verstärkt Strom aus Offshore-Windanlagen

gewonnen werden. Deutlich höhere

Windgeschwindigkeiten auf See und eine

weiterentwickelte Anlagentechnik versprechen

eine hohe Wirtschaftlichkeit, zugleich eröffnen

sich aber auch zahlreiche Problematiken.

Einen allgemeinen Überblick zur Entwicklung

der Windenergie-Nutzung in Deutschland gibt

Rüdiger Winkler vom IfED Institut für

Energiedienstleistungen in Heidelberg.

Mit der Problematik der Netzanbindung und

den Möglichkeiten des Abtransports aus den

Küstenregionen befasst sich Norbert Christl

von der Siemens AG. Klimaschutz und

Wirtschaftlichkeit ist das Thema von Prof. Dr.

Fritz Vahrenholt, dem Vorstandsvorsitzenden

von REpower Systems, Hamburg. Der frühere

Umweltsenator der Hansestadt Hamburg

beleuchtet dabei auch den energiepolitischen

Aspekt von Offshore-Anlagen. Prof. Ulrich

Wagner von der TU München weist in seinem

Referat auf die Kosten der CO2-Vermeidung

von Offshore-Windanlagen im Vergleich zu

anderen Erzeugungsvarianten hin. So muss

die Energieversorgung bei zu wenig oder zu

schwachem Wind über traditionelle Quellen

abgedeckt werden. Mit den Rechtsfragen,

angefangen von der Genehmigung über den

Betrieb bis zum Abbau, befasst sich Dr.

Manfred Rebentisch, Bereichsleiter Umwelt

und Recht beim VDEW in Frankfurt. Der

elementare Aspekt des Umweltschutzes wird

in einem weiteren Referat behandelt, in dem

die Verträglichkeit von Offshore-

Windenergieanlagen mit der Meeres-Fauna

und Flora hinterfragt wird. So sind große

Küstenflächen (Wattenmeer) seit längerem als

Naturschutzgebiete ausgewiesen und

machen es damit notwendig, Windanlagen in

circa 30-50 km Entfernung von der Küste zu

installieren.

Im Anschluss an die Fachvorträge bietet sich

Interessierten die Möglichkeit zum

Erfahrungsaustausch und zur Diskussion mit

den Referenten.

ZVEI-Infotag am 2. September 2002 in Husum

Weitere Informationen:

VWEW Energieverlag – Jana Kittelmann

Rebstöckerstraße 59 - 60326 Frankfurt am

Main

Telefon: 069 6304 324 - Telefax: 069 6304

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