Logo Press'n'Relations

EDNA-Initiative

18. Februar 2002

Esslingen

Energiedatenmanagement: Starten, nicht warten!

Eindeutiges Anwenderurteil auf der EDNA-Konferenz bei der E-world of energy

„Unternehmen, die zu lange mit dem Einstieg

ins Energiedatenmanagement warten, tun mir

leid“, mit diesem Satz fasste Holger Tiedt von

Endanet, Erfurt, seine Erfahrungen zum

Thema EDM zusammen. Eine Einschätzung,

die Ronnie Götze, Fachbereichsleiter

Zählerwesen bei der DREWAG, Dresden,

bestätigte: „Ein Unternehmen, das EDM nicht

beherrscht, ist zum Scheitern verurteilt.“ Zwei

Stimmen aus dem Podium, die die

Dringlichkeit durchgängiger Prozesse

belegen. Auf der EDNA-Konferenz anlässlich

der E-world of energy am 13. Februar 2002 in

Essen wurde aber auch deutlich, dass nach

wie vor nur wenige Marktteilnehmer die

Vorteile der neuen

Kommunikationsstandards nutzen. Die

Mehrzahl behilft sich weiterhin mit Excel.

Obwohl das nach übereinstimmender

Einschätzung der EDM-Anwender auf dem

EDNA-Podium völlig unwirtschaftlich ist. Das

Thema „EDM in der Praxis“ stand aber auch

im Mittelpunkt der weiteren Vorträge. So

empfahl beispielsweise auch Simo

Makonnen von der finnischen Process Vision

aufgrund seiner Erfahrungen in Skandinavien

und in anderen europäischen Ländern den

deutschen Marktteilnehmern, mit dem

elektronischen Datenaustausch auf Basis

standardisierter Formate so schnell wie

möglich zu beginnen. Dass dies nicht nur in

der Energiewirtschaft Sinn macht, sondern

auch auf Kundenseite, zeigte Dr. Kathrin

Lehmann am Beispiel der LAUBAG, wo das

EDM inzwischen einen wesentlichen Beitrag

zur Kostensenkung leistet. Dabei ist es allein

mit der Automatisierung von

Geschäftsprozessen im Strommarkt nicht

getan. Wie Kurt Fänger von der Mühlheimer

Con Gas erläuterte, kommen auf die EDM-

Lösungsanbieter bei den Prozessen des

Gasmarktes zum Teil ähnliche, aber auch

ganz neue Anforderungen zu.

„EDM in der Praxis: zahlt sich das tatsächlich

aus?“ diese Frage beantworteten die

Podiumsteilnehmer eindeutig mit „Ja“. Und

sie konnten das auch mit Zahlen belegen. So

berichtete Roland Ludwig von der Mark E,

Hagen, dass man im Jahr 2000 mit vier

Mitarbeitern und nur wenigen Pilotkunden im

Energiedatenmanagement begonnen hatte.

Heute wickeln nur 3,5 Mitarbeiter das

komplette EDM im Bereich der Netznutzung

ab, inklusive der Verwaltung der

Rahmenverträge, der Kündigungsabwicklung

für den Vertrieb und weiterer

„Nebenaufgaben“. Für Alexander Beier von

der Kooperationsgemeinschaft

ostbayerischer Versorgungsunternehmen, an

der 33 Stadtwerke beteiligt sind, ist ein EDM-

System sogar die Voraussetzung, um die

Datenflut aus den Mitgliedsunternehmen

überhaupt bewältigen zu können.

Effizienzsteigerungen sehen die Anwender

aber nicht nur durch den Einsatz eines EDM-

Systems an sich. Vor allem die Nutzung

einheitlicher Kommunikationsstandards

beschleunige die Prozesse entscheidend. Mit

Marktteilnehmern, die beispielsweise die

Verbrauchdaten im MSCONS-Format

verarbeiten können, funktionieren die

Kommunikation nicht nur schneller, sondern

auch erheblich reibungsloser, als mit den

diversen Excel-, CSV- oder gar ASCII-

Formaten. Zudem würden viele

Marktteilnehmer auch das Risiko, das mit

dem Einsatz von Excel verbunden ist, noch

gar nicht ausreichend wahrnehmen. „Hier

werden abrechnungsrelevante Daten

ausgetauscht, ohne dass den

grundsätzlichsten Anforderungen an die

Protokollierung oder gar an die

Revisionssicherheit genüge getan werden“,

so Moderator Stefan Wietzke von ConEnergy.

Bisher seien die Marktteilnehmer im

Energiemarkt diesbezüglich „sehr nett“

miteinander umgegangen. Wie ein EDM-

System sinnvoll in die Unternehmens-EDV

integriert werden kann, und welche

Möglichkeiten hier tatsächlich schon zur

Verfügung stehen, hatte Wietzke zusammen

mit Stefan Meyerolbersleben von AMS

Management Systems Deutschland bereits

am Vormittag aufgezeigt. Dass dabei vor

allem auch die Nutzung von eBusiness- bzw.

Internet-Technologien eine wesentliche Rolle

spielen wird, machte dann der Vortrag von

Dietmar Dürr von dem neuen

Zusammenschluss badischer Standwerke,

der badenova AG, deutlich.

Insgesamt 33 EDNA-Mitgliedsunternehmen

waren auf der E-world of Energy als Aussteller

präsent und machten ihr Engagement auch

mit dem EDNA-Logo auf ihren Ständen

deutlich. Erstmals war die EDNA-Initiative

selbst mit einem „EDNA-InfoPoint“ auf dem

Stand des EDNA-Mitglieds RDS Robotron

vertreten. Auf einem „Lernpfad“, der quer über

die Messe verlief, wurden zudem die

unterschiedlichen Schwerpunkte der EDNA-

Arbeit veranschaulicht. Parallel dazu wurden

die fünf Botschaften des Lernpfads, die

„Umsetzung der Normen in Produkte“,

„gemeinsame Wartung der Normen“,

„Garantie der Interoperabilität“,

„Qualitätssiegel“ und

„Fachexpertenausbildung“ vom EDNA-

Koordinator Dr. Franz Hein auf der

Fachkonferenz in den Mittelpunkt seines

Vortrags gestellt.

Folgende 42 Unternehmen sind derzeit

Mitglied der EDNA-Initiative:

ABB Utilities GmbH, AKTIF Technology GmbH,

AMS Management Systems Deutschland

GmbH, ConEnergy AG, Cronos

Unternehmensberatung GmbH, CURSOR

Software AG, Delta Energy Solution AG, deneg

GmbH, deutsche eccplus AG, ENERMET

GmbH, ENSECO GmbH, Siemens/

FrankenData GmbH & Co. KG, Görlitz AG, ISC

Informationssysteme GmbH, items GmbH,

ITF-EDV Fröschl GmbH, Kisters AG, Klafka &

Hinz Energie-Informations-Systeme GmbH,

KW International Ltd., MEDATEC, Mercator

international GmbH, Mummert + Partner AG,

Neutrasoft GmbH & Co. KG, OM Germany

GmbH, ORACLE Deutschland GmbH, phi

Consulting GmbH, power2e GmbH, PSI AG,

Robotron Datenbank-Software GmbH, SAE IT-

systems GmbH & Co. KG, Schleupen AG,

SchlumbergerSema, SE Scherbeck Energy

GmbH, SIV AG, SOPTIM AG, systema

Unternehmensberatung für

Informationstechnik GmbH, T-Systems ITS

GmbH, Tekla Corporation, TIBCO Software

GmbH, VA TECH SAT GmbH, vectriz

International AG, VISOS GmbH

Weitere Informationen:

Dr.-Ing. Franz Hein – EDNA-Koordination

mpc management project coaching

Schlosswiesenweg 34 - 73732 Esslingen

f.hein@tesionmail.de - www.edna-initiative.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Press’n’Relations GmbH - Uwe Pagel

Bleichstr. 1 - 890877 Ulm

Tel.: +49 731 96287-29 - Fax: +49 731 96287-

99

upa@press-n-relations.de - www.press-

n-relations.de