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A/U/F

19. August 2002

Frankfurt/Ulm

Die A/U/F auf den Weg nach Europa gebracht

Walter Lonsinger übergibt Vorsitz der A/U/F an Dr. Michael Szerman

Nach fünf Jahren hat Walter Lonsinger, Geschäftsführer

der WICONA Bausysteme GmbH in Ulm, den Vorsitz

der Aluminium-Recycling-Initiative A/U/F

weitergegeben. Zuvor hat er auf der diesjährigen

Mitgliederversammlung der A/U/F am 7. August in

Frankfurt die Europäisierung der Initiative auf den Weg

gebracht. So sollen die bisherigen Aktivitäten A/U/F

künftig unter dem Dach der FAECF, dem europäischen

Verband der Metallverarbeiter, fortgeführt werden. Wie

die bisher rein deutsche Herstellerinitiative als

Untergliederung im Rahmen der FAECF weitergeführt

werden soll, wird jetzt in Form eines Konzepts

erarbeitet, das im Herbst dieses Jahres vorgestellt wird.

Zum neuen Vorsitzenden der A/U/F wählten die

Gesellschafter der A/U/F Dr. Michael Szerman, den

Leiter des Entwicklungszentrums der Hartmann System

GmbH mit Sitz in Nürnberg. Als stellvertretender

Vorsitzender wird ihn Walter Lonsinger bei der

Internationalisierung weiter unterstützen.

Geschlossener Wertstoffkreislauf etabliert

Seit der Gründung 1994 ist es der Initiative für

„Aluminium und Umwelt im Fenster- und

Fassadenbau“, kurz A/U/F, gelungen, einen

geschlossenen Wertstoffkreislaufs für Altaluminium im

Baubereich zu etablieren. Wie Walter Lonsinger in

seinem Bericht auf der Gesellschafterversammlung

feststellte, konnte das Ziel weitestgehend erreicht

werden, durch einen derartigen Wertstoffkreislauf die

zu Beginn der 90er Jahre drohenden Materialverbote

und Nutzungsbeschränkungen für Aluminium am Bau

zu verhindern. Seitdem ist es gelungen, zahlreiche

Verarbeiter für den Wertstoffkreislauf zu gewinnen.

Allein 2001 sind 201 neue Urkunden ausgestellt

worden, die dazu verpflichten, am geschlossenen

Recycling-Kreislauf der A/U/F teilzunehmen. Die

Gesellschafter werten dies als wichtigen Beitrag dazu,

der Politik nachzuweisen, dass „... es weiterhin keine

Notwendigkeit gibt, irgend etwas in Richtung Recycling

von Aluminium gesetzlich zu regeln.“

In Europa anerkannt

Während der letzten Jahre gelang es der A/U/F, den

Gedanken des Aluminium-Recyclings auch auf

europäischer Ebene voranzubringen. So stieß das

deutsche Modell vor allem in Österreich und der

Schweiz auf größtes Interesse. Für die Zukunft wird

deshalb die Internationalisierung der A/U/F als eine

logische Fortsetzung der Diskussionen mit den

österreichischen und schweizerischen Verbänden und

Institutionen bewertet. Das Ziel müsse sein, die

nationalen Aktivitäten uneingeschränkt fortzuführen

und weiter Urkunden an teilnehmende

Metallbaubetriebe auszustellen. Darüber hinaus

müssten die Ideen des Aluminiumrecyclings, wenn

notwenig, auch weiterhin über Marketingmaßnahmen

und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden, um so

einer politischen Einflussnahme vorzubeugen.

Zusätzlich könne man aber unter einem europäischen

Dach auch anderen Ländern die Gelegenheit geben,

bei der Planung eigener Initiativen von den

Erfahrungen des deutschen Systems zu profitieren.

Die A/U/F

Die Initiative für „Aluminium und Umwelt im Fenster-

und Fassadenbau“, kurz A/U/F genannt, ist ein

Zusammenschluss führender Systemanbieter von

Aluminiumprofilen und Strangpresswerken mit dem

Ziel: alte Aluminium-Fenster-, Türen- und

Fassadenprofile wirtschaftlich zu recyceln und den

Anteil von umweltfreundlichem Sekundär-Aluminium im

Baubereich deutlich zu erhöhen. Die derzeit 17

Mitglieder, die in Deutschland einen Marktanteil von ca.

90% darstellen, haben seit 1994 gemeinsam einen

geschlossenen Wertstoffkreislauf für die

Wiederverwertung und -verwendung installiert, der

sämtliche Anforderungen des deutschen

Kreislaufwirtschaftsgesetzes erfüllt.

Der von der A/U/F initiierte Recyclingkreislauf für

Aluminium garantiert ein absolutes Recycling, d.h. es

wird der lückenlose Nachweis geführt, dass aus

Bauprofilen, Resten und Altfenstern wieder Profile

entstehen. Sogenanntes Downcycling – hier wird aus

Alt-Material im Sekundärschmelzwerk ein

Umschmelzblock, der in einer Gießerei

wiederverarbeitet wird – ist ausgeschlossen. Somit wird

der A/U/F-Kreislauf der Forderung der Gesetzgeber in

vielen Bundesländern gerecht, die Aluminium nur dann

am Bau zulassen, wenn sichergestellt ist, dass aus

alten wieder neue Profile entstehen.