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AKTIF Technology

06. Juni 2002

Senftenberg

AKTIF arbeitet mit an der Zukunft der Windleistungsprognose

Neues Prognosemodell soll für verlässliche Vorhersagen sorgen

Mit einer zuverlässigen

Windleistungsprognose soll die Windenergie

künftig kalkulierbarer werden. An diesem

Projekt unter der Federführung des ISET e.V

(Institut für Solare

Energieversorgungstechnik, Kassel) sind

neben dem Senftenberger EDM-Spezialisten

AKTIF Technology auch der Deutsche

Wetterdienst, die E.ON Netz GmbH sowie die

VEAG beteiligt. Das Forschungsprojekt wird

vom Bundesministerium für Wirtschaft und

Technologie (BMWi) gefördert. Ziel ist es, ein

neues Rechenmodell zur Windlastprognose

zu entwickeln, das in Zukunft die sichere

Prognose der Windenergieerzeugung im

deutschen Netzgebiet über einen

Vorhersagebereich von 48 Stunden erlaubt.

Die Aufgabe von AKTIF Technology in diesem

Projekt ist es, das Modell im Rahmen einer

Softwarelösung abzubilden. Dazu gehören die

Softwaremodule für den Einsatz in den

Leitwarten, aber auch eine Online-Version.

Damit kann die Prognose künftig

deutschlandweit beliebigen Teilnehmern

gegen Gebühr via Internet zur Verfügung

gestellt werden.

Bislang sind die Schwankungen bei der

Erzeugung der Windenergie die häufigste

Ursache für den Einsatz von Regel- und

Ausgleichsleistung. Bedenkt man, dass allein

im letzten Jahr mehr als 11300

Windkraftanlagen mit einer Leistung von 8700

MW ca. 10,7 Mrd. Kilowattstunden Energie

erzeugten, und damit rund 2 % der

Gesamtversorgung, wird klar, dass die

Windenergie ein wichtiger Faktor in

Kraftwerkseinsatzplanung, Netzmanagement

und Laststeuerung geworden ist. Eine

zuverlässige Prognose senkt hier nicht nur

das Kostenrisiko bei der Regelenergie, die

nötig ist, um Schwankungen im Netz

auszugleichen. Sie sorgt auch zusätzlich für

eine Senkung der Emissionen, da weniger

Kraftwerke Energie für den Bedarfsfall

vorhalten müssen, die auf Basis fossiler

Brennstoffe gewonnen wird.

Eine zuverlässige Prognose sorgt aber nicht

nur für eine bessere Kostenstruktur und

weniger Emissionen, sie macht Windkraft

auch zu einem handelbaren Gut, weil sie

kalkuliert werden kann. Auf diese Weise wird

die Prognose auch zum Werkzeug der

Energiepolitik, die damit die Vorgaben des

Bundes und der EU tatsächlich erfüllen kann.

Das Projekt wurde zunächst auf Basis

regionaler Daten aus dem Referenznetz des

ISET begonnen. Daraus wurde ein erstes

Prognosemodell entwickelt, das an die

Gegebenheiten des E.ON Netzes angepasst

ist. Schrittweise wird dieses Modell nun für

den Einsatz im gesamten deutschen

Verbundnetz erweitert. Dabei sollen auch

Offshore-Standorte mit einbezogen werden.

Die AKTIF Technology GmbH bringt vor allem

ihr softwaretechnisches Know-how in das

Projekt ein. Eine erste Version des

Prognosemodells ist seit Juni 2001 im

Lastverteiler der E.ON Netz GmbH

implementiert und wird für die Erstellung des

Lastfahrplans, zur Kraftwerkeinsatzplanung

und als Berechnungsgrundlage für den

horizontalen Ausgleich der Windenergie

genutzt. Als nächstes werden die

Softwaremodule für den Einsatz in den

Leitwarten fertig gestellt. Parallel dazu

befindet sich die Online-Version der

Windleistungsprognose in der Entwicklung,

über die die Funktionalität künftig allen

Teilnehmern am Energiemarkt zur Verfügung

gestellt werden kann

Weitere Informationen:

AKTIF Technology GmbH – Silke Otum

Töpferstr. 9 – D-01968 Senftenberg

Tel: +49 3573 14 88 0 - Fax: +49 3573 14 88

29

info@aktif-technology.com - www.aktif-

technology.com

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Uwe Pagel - Press’n’Relations GmbH

Bleichstr. 1 – Postfach 3269 – D-89022 Ulm

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Die AKTIF Technology GmbH, Senftenberg,

beschäftigt sich seit ihrer Gründung 1997 mit

Lösungen für das Energiedatenmanagement

im liberalisierten Energiemarkt. Neben

individuellen Projekten für industrielle

Großverbraucher stand die Entwicklung einer

EDM-Standardlösung im Vordergrund, mit der

AKTIF als einer der ersten Anbieter Mitte 2000

auf den Markt kam. Zu den AKTIF-Anwendern

gehören Unternehmen wie Electrabel

Deutschland, LET oder Energie Plus, aber

auch Industrieunternehmen wie die Lausitzer

Braunkohle AG LAUBAG. Am Standort

Senftenberg beschäftigt AKTIF derzeit rund 20

Mitarbeiter. AKTIF ist Initiator der EDNA-

Initiative, die sich intensiv um die

Automatisierung der Geschäftsprozesse

zwischen den Marktteilnehmern im

Energiemarkt bemüht. Der Initiative gehören

44 Softwarehäuser und

Beratungsunternehmen aus Deutschland, der

Schweiz und Skandinavien an.