Logo Press'n'Relations

Schleupen AG

04. December 2001

Moers

Mit dem richtigen Werkzeug kann man in die Offensive gehen

Energieversorgung Gera setzt im Kundenmanagement auf Schleupen.CS

Mit ihrem neuen Partner, der Electrabel

Deutschland AG, geht die Energieversorgung

Gera EGG jetzt in die Offensive. Neue Kunden

und neue Märkte sollen erschlossen und die

bestehenden Standortnachteile so

ausgeglichen werden. Doch bevor man hier

erfolgreich sein kann, musste man zunächst

einmal die Hausaufgaben machen. Denn „die

besten Strategien nutzen nichts, wenn man

nicht die Werkzeuge besitzt, sie auch

umzusetzen“, so Bernd Petzold, Vorstand der

Stadtwerke Gera AG und Geschäftsführer der

EGG. In nur drei Monaten wurde deswegen

mit Schleupen.CS eine neue Lösung

eingeführt, über die jetzt alle zentralen

Prozesse im Kundenmanagement abgebildet

werden. Und eine Lösung, mit der man

flexibel auf neue Anforderungen reagieren

kann.

Wie andere ostdeutsche Stadtwerke leidet

auch die Energieversorgung Gera im eigenen

Versorgungsgebiet unter Strukturproblemen.

Das produzierende Gewerbe ist gleich nach

der Wende weggebrochen – und damit auch

die meisten der Großkunden. Auch die Zahl

der Haushaltskunden nimmt kontinuierlich

ab, denn der Trend zur Abwanderung geht

weiter. Mit rund 92.000 Zählern bei Gas und

Strom sowie rund 1.000 Abnahmestellen für

Fernwärme gelang es dennoch, die Stellung

zu halten. Eine Expansion war auf dieser

Basis jedoch nicht möglich, zumal mit dem

eigenen Heizkraftwerk ein Kostenblock

existiert, der ein aggressives Marketing allein

über den Preis unmöglich macht. Mit einer

offensiven Strategie will die EGG diese

Nachteile nun wettmachen. Dazu gehört die

Entwicklung neuer Dienstleistungen und

Services ebenso, wie die Überwindung der

Stadtgrenzen mit Hilfe des neuen Partners

Electrabel, um auch regional und

überregional neue Kundenkreise zu

erschließen. Gleichzeitig wachsen damit aber

auch die Anforderungen an die EDV. Denn

hier reicht es nicht nur, die Strukturen des

liberalisierten Energiemarktes funktional

abzubilden. Die eingesetzten Lösungen

müssen flexibel an die sich immer noch

wandelnden Anforderungen angepasst

werden können und offen für die

Kommunikation mit anderen Lösungen sein -

sowohl für die eigenen, im Hause

eingesetzten Lösungen, als auch für die

Kommunikation mit den anderen

Marktteilnehmern, vor allem auch mit Partnern

wie der Electrabel. Nur so kann auch ein

effizientes Kundenmanagement in Marketing

und Vertrieb umgesetzt werden. Ob es nun

um die Entwicklung neuer Produktideen geht

oder um die effiziente Gestaltung der

alltäglichen Kundenkommunikation.

Mit alter Lösung an die Grenzen gestoßen


Mit der bisher eingesetzten Schleupen-Basic-

Lösung, die kurz nach der Wende in den

neuformierten Stadtwerken Gera eingeführt

worden war, war die EGG längst an ihre

Grenzen gestoßen. Denn das alte System, in

dem die Abnahmestelle im Mittelpunkt stand

und nicht der Kunde, konnte die neuen

Vertragsbeziehungen längst nicht mehr

realitätsgerecht darstellen. Schon die

althergebrachte Trennung in Sonder- und

Tarifkunden führte zunehmend zu Problemen,

wenn es darum ging, einen Kunden

ganzheitlich zu sehen, mit allen Anschlüssen

und Verträgen. Wenn dieser Kunde sowohl

als Sonder- wie als Tarifkunde geführt wurde,

mussten die Informationen mühsam aus zwei

getrennten Mandanten zusammengeführt

werden. Auch die wachsende Zahl von

individuellen Verträgen bereitete zunehmend

Probleme. Denn für jede individuelle

Vereinbarung musste ein komplett neuer Tarif

angelegt werden.

Intensiver Auswahlprozess

So ging man ab Mitte 2000 an die Auswahl

einer neuen Lösung, mit der die

Energieversorgung Gera im Speziellen aber

auch die Stadtwerke Gera insgesamt fit für die

Zukunft gemacht werden sollten. Die

Vorgaben waren zum einen funktional, zum

anderen wurde auch die fachliche Kompetenz

des Anbieters gewertet, und vor allem auch

die zur Verfügung stehenden Ressourcen.

„Es nutzt nichts, wenn eine Lösung funktional

die Anforderungen erfüllt, man aber

gleichzeitig Projektlaufzeiten von einem Jahr

oder länger hat, um diese Lösung

einzuführen“, so Bernd Sedlmeier,

verantwortlich für den Energievertrieb der EGG

und in Personalunion auch für die gesamte

Datenverarbeitung der Stadtwerke Gera.

Schließlich galt es schnell zu handeln, wenn

man nicht den Anschluss im liberalisierten

Markt verlieren wollte. Vier Systeme kamen

schließlich in die Endauswahl und wurden

auf Herz und Nieren geprüft. Übrig blieb am

Ende das neue Schleupen.CS, das als

einziges sämtliche Anforderungen erfüllte –

sowohl funktional wie auch was die Vorgaben

für die Einführung anging, denn die Lösung

musste bis zum November 2001 laufen, zum

Jahreswechsel wollte man in Gera in jedem

Falle in Euro abrechnen.

 

So gründlich man bei der Produktauswahl

vorgegangen war – neben ausführlichen

Workshops mit den Anbietern hatte man auch

auf Referenzbesuche nicht verzichtet – so

schnell musste es nach der Entscheidung

gehen. Vertragsabschluss im Juni, erste

Projektbesprechungen im Juli, dann ging es

sofort in die Umsetzung. Und die war nicht

trivial. So mussten etwa die bislang

getrennten Mandanten für Sonder- und

Tarifkunden in einen Mandanten

zusammengeführt werden. Gleichzeitig galt

es Abschied zu nehmen von der

Abnahmestelle als Dreh- und Angelpunkt, und

dafür den Kunden mit all seinen Verträgen in

den Vordergrund zu rücken. Nicht nur aus

Sicht der Daten bedeutete das eine

Reorganisation, vor allem auch in den Köpfen

der Mitarbeiter war das wohl die

einschneidenste Änderungen. Dass man

gleichzeitig auch noch die komplette IT-

Infrastruktur austauschen musste – aus der

alten Sequent-Welt ging es zu einer

Architektur mit einem zentralen IBM-Server

unter AIX und mit einer Informix-Datenbank

sowie Windows NT-Clients – geriet so fast zur

Nebensache.

Bis November sollte das Herzstück des

neuen Systems, die Vertragsabrechnung,

laufen. Am Ende war man exakt zwei Wochen

schneller als geplant. Am 15. Oktober 2001

wurde das neue Schleupen.CS-System

scharf geschaltet, die Ablösung des alten

Systems war damit vollzogen. Und schon in

der folgenden Woche wurden mit dem neuen

System die Septemberrechnungen an die

rund 320 Sondervertragskunden verschickt

und nur eine Woche später die ersten

Jahresrechnungen für besondere Bereiche

wie Baustrom oder Gartenabrechnungen.

Technologische Basis für offensive Strategie


Mit der erfolgreichen Einführung von

Schleupen.CS steht für Bernd Sedlmeier jetzt

das Fundament für die gesamte weitere

Entwicklung. Ob es sich um die Integration

des Navision-Rechnungswesens der

Stadtwerke handelt, um die Anbindung des

Energiedatenmanagements oder die künftige

Automatisierung von Geschäftsprozessen mit

dem Partner Electrabel - was früher

aufwendige Projekte bedeutet hätte und ohne

fremde Hilfe kaum zu bewältigen gewesen

wäre, lässt sich heute vielfach in Eigenregie

realisieren. „In vielen Bereichen können wir

heute sogar die Oberfläche unseren

individuellen Anforderungen anpassen, was

früher, wenn überhaupt, nur mit fremder

Unterstützung möglich war“, so Sedlmeier.

Diese Flexibilität ist für ihn eine ganz

wesentliche Voraussetzung für die weitere

Entwicklung der Energieversorgung Gera.

„Wir werden in Zukunft ganz anders mit dem

Kunden kommunizieren, und auch nicht mehr

nur Strom, Gas und Wärme liefern. Auch

Dienstleistungen werden als ‚Produkt’

angeboten und abgerechnet. Herkömmliche

Dienstleistungen, etwa aus klassischen

Stadtwerkgeschäften wie dem Nahverkehr,

aber auch neue Dienstleistungen, die wir

bisher noch nicht einmal definiert haben.“ All

diese Entwicklungen müssen künftig mit den

vorhandenen Werkzeugen bewältigt werden.

Die Schleupen.CS Module

Vertragsabrechnung und Customer Relations

spielen für ihn deswegen auch eine zentrale

Rolle für die zukünftige Entwicklung der EGG.

„Offenheit ist die Grundvoraussetzung, um in

einem Markt wie dem Energiemarkt auf Dauer

erfolgreich zu sein. Diese Offenheit muss

aber auch durch die eingesetzte Technologie

unterstützt werden, sonst findet man sich

schnell in einer Sackgasse wieder.“

Nachdem das technologische Fundament

gelegt wurde, sieht auch Vorstand Bernd

Petzold optimistisch in die Zukunft. „Mit einem

Partner wie der Electrabel bleibt die

Eigenständigkeit und die lokale

Verantwortung der EGG sichergestellt.“

Gleichzeitig habe man mit der Electrabel

einen starken Partner, der auf die

Ressourcen eines weltweit agierenden

Energiekonzerns zurückgreifen könne. Damit

steht jetzt auch das strategische Fundament,

um die Standortnachteile nicht nur

wettzumachen, sondern die künftige

Entwicklung offensiv anzugehen.