Logo Press'n'Relations

EDNA-Initiative

20. December 2001

Esslingen

Die Zeit war einfach reif – EDNA sorgt für funktionierende Prozesse

Ein Jahr EDNA: die Basis für die technische Umsetzung der Liberalisierung ist gelegt

Die Idee ist einfach: wenn Softwarelösungen

sich miteinander problemlos unterhalten

können, dann sparen alle! Die Anwender, die

nicht für unnötige Schnittstellen extra zur

Kasse gebeten werden, nur damit die

Kommunikation auch funktioniert. Aber auch

die Anbieter, die diese Schnittstellen nicht

ständig neu programmieren müssen, weil

entsprechende Standards fehlen. Sie können

ihre wertvollen Ressourcen stattdessen in die

Weiterentwicklung ihrer Produkte stecken. Um

genau das für die Energiewirtschaft

umzusetzen, fanden sich im Dezember 2000

fünf Software- und Beratungsunternehmen

zusammen und gründete die EDNA-Initiative -

mit durchschlagendem Erfolg! Heute hat die

EDNA 40 Mitglieder, und die ersten

Geschäftsprozesse laufen automatisch und

quer über die beteiligten Softwarelösungen

hinweg.

EDNA, das bedeutet „Energie, Daten, Normen

und Automatisierung“ und umschreibt in aller

Kürze das Ziel der Initiative: die

Geschäftsprozesse zwischen den

Marktteilnehmern in der Energiewirtschaft zu

automatisieren. Und das vor allem

pragmatisch! Ganz nach dem EDNA-Motto

„Wir machen’s einfach!“ und in vollem

Bewusstsein der Doppeldeutigkeit dieses

Slogans („wir machen’s einfach“ und „wir

machen’s einfach“) beschloss man, das Rad

nicht neu zu erfinden, sondern die zahlreichen

vorhandenen Ansätze zu sichten und

schnellstmöglich zum Funktionieren zu

bringen. Denn das war das Problem:

Vorschläge und Konzepte für die

Standardisierung des Datenaustausches gab

und gibt es genug, erarbeitet in den

verschiedensten Gremien. Nur in den

Softwaresystemen selbst waren diese

Konzepte bislang nur ansatzweise realisiert.

Die Folge: nicht nur bei der technischen

Umsetzung der Liberalisierung insgesamt

haperte es, auch der Markt für die Software

selbst, speziell im Bereich

Energiedatenmanagement (EDM), entwickelte

sich nur schleppend. Ein Hauptgrund: die

Aufwände für die Einführung

entsprechender

Softwarelösungen waren durch die fehlenden

Standards oft immens– in einzelnen EDM-

Projekten mussten bis zu 60 Schnittstellen

programmiert werden, um ein und dieselben

Daten mit den unterschiedlichen

Marktpartnern kommunizieren zu können.

Gerade der letzte Punkt war für viele

Softwareanbieter sicherlich ein zusätzliches

Motiv, trotz des harten Wettbewerbs

untereinander bei der EDNA-Initiative

mitzumachen. Schon vier Wochen nach der

Gründung lag die Mitgliederzahl bei über 20

Unternehmen und bereits im Februar 2001

zeigten acht davon einen ersten

Beispielprozess auf der E-world of energy in

Essen. Ein Tempo, das der EDNA-Initiative

ein hohes Maß an Aufmerksamkeit in der

Öffentlichkeit bescherte, das aber bei

manchen auch Befürchtungen auslöste.

Beispielsweise in den Verbänden, die in der

EDNA zunächst eine mögliche Konkurrenz

sahen. Es zeigte sich aber schnell, dass die

EDNA-Initiative als Interessengemeinschaft

von Herstellern und Dienstleistern ganz im

Gegenteil die enge Zusammenarbeit mit den

Verbänden suchte und auch fand -

angefangen bei den nationalen Verbänden

wie VDEW oder DVG bis hin zur ETSO und zur

EFET auf europäischer Ebene.

Mit dem EDNA-eigenen standen bereits zur

Jahresmitte die ersten Geschäftsprozesse für

den Austausch von Verbrauchsdaten auf

Basis des EDIFACT-Formats MSCONS und

die Fahrplankommunikation mit dem DVG-

KISS-Format. Und die EDNA-Initiative trat

auch gleich den Beweis an, dass diese

Prozesse funktionieren. In einem live-

Szenario zur „EDMlive“, einer Fachtagung, die

der VDEW in Zusammenarbeit mit der EDNA-

Intiative im September 2001 veranstaltete,

funktionierte der Austausch der Daten auf

Anhieb über 20 beteiligte Systeme hinweg.

In nur einem Jahr hat die EDNA-Initiative so

die Basis für die technische Umsetzung des

liberalisierten Energiemarktes in Deutschland

gelegt. Und nicht nur in Deutschland. Längst

findet man unter den EDNA-Mitgliedern auch

Unternehmen aus anderen europäischen

Ländern, etwa aus Skandinavien oder der

Schweiz. So trägt die EDNA-Initiative ihren Teil

dazu bei, dass die Geschäftsprozesse

zwischen den Marktteilnehmern nicht an den

nationalen Grenzen enden. Möglich wurde

dieser Erfolg ausschließlich durch die aktive

Mitarbeit aller Unternehmen, denn die wurde

als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft

definiert. Es bleibt deswegen zu hoffen, dass

der Elan der in der EDNA-Initiative

versammelten Unternehmen nicht nachlässt.

Denn der Markt ist nach wie vor im Wandel,

und viele Geschäftsprozesse in diesem Markt

sind noch nicht einmal endgültig definiert. Die

Ziele, die sich die EDNA für 2002

vorgenommen hat, sind jedenfalls ehrgeizig.

Bis Mitte des Jahres soll ein eigenes

Qualitätszeichen auf Basis eines

Prozessmodells entwickelt werden, das den

Anwendern die Sicherheit gibt, dass die

Prozesse zwischen den Systemen auch

wirklich funktionieren. Und auf der nächsten

„EDMlive“ im September, die vom VDEW

inzwischen in den Rang eines

Fachkongresses erhoben wurde, steht ein

weiteres großes Szenario an. Mit noch mehr

beteiligten Systemen und vor allem mit

zahlreichen weiteren Prozessen, vom

Kundenwechsel bis zum Austausch von

Rechnungsdaten.

Folgende 40 Unternehmen sind derzeit

Mitglied der EDNA-Initiative:

ABB Utilities GmbH, AKTIF Technology GmbH,

AMS Management Systems Deutschland

GmbH, ConEnergy AG, Cronos

Unternehmensberatung GmbH, CURSOR

Software AG, Delta Energy Solution AG,

deutsche eccplus AG, ENERMET GmbH,

Siemens/FrankenData GmbH & Co. KG,

Görlitz AG, items GmbH, ITF-EDV Fröschl

GmbH, Kisters AGKlafka & Hinz Energie-

Informations-Systeme GmbH, KW

International Ltd., MEDATEC, Mercator

International GmbH, Mummert + Partner AG,

Neutrasoft GmbH & Co. KG, OM Germany

GmbH, ORACLE Deutschland GmbH, phi

Consulting GmbH, power2e GmbH, PSI AG,

repas AEG Automation GmbH, Robotron

Datenbank-Software GmbH, SAE IT-systems

GmbH & Co. KG, Schleupen AG,

SchlumbergerSema, SE Scherbeck Energy

GmbH, SIV AG, SOPTIM AG, systema

Unternehmensberatung für

Informationstechnik GmbH, Tekla

Corporation, TIBCO Software GmbH, T-

Systems, VA TECH SAT GmbH, vectriz

International AG, VISOS GmbH

Weitere Informationen:

Dr.-Ing. Franz Hein – EDNA-Koordination

mpc management project coaching

Schlosswiesenweg 34 - 73732 Esslingen

f.hein@tesionmail.de - www.edna-initiative.de